Aktuelles aus Rochwitz und Umgebung

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EB: Eigenbericht
09/2017: Uhrengiebel in Rochwitz wird eingeweiht
Die Sächsische Zeitung vom 28.09.2017 schrieb:
Im Februar 2018 sollen die Schüler in Dresden-Rochwitz zum ersten Mal ihre neue Schule betreten. Das über 130 Jahre alte Vorgängergebäude wurde schon im März 2016 abgerissen. Einen Teil ihrer Geschichte wollen sich die Rochwitzer jedoch erhallten. Der Uhrengiebel aus Sandstein wurde dafür vorher abgenommen und an die Bildhauerei Hempel zur Restaurierung gegeben. Dafür wurden bei einem  Spendenlauf der Schüler und Eltern im Frühjahr etwa 2000 Euro gesammelt.
Der fertig sanierte Giebel wurdebereits im Mai (?) dieses Jahres wieder aufgesetzt und wartet nur noch auf das neue Ziffernblatt. Das soll feierlich am 4. Oktober eingeweiht werden, sagt Reiner Breitfeld vom Siedlerverein Oberrochwitz. Nicht nur der Giebel selbst wird an das ehemalige Rochwitz erinnern. Zwischen den Ziffern werden auf Bildern alte Gebäude und die Geschichte der Ortschaft dargestellt. Auf der Rückseite steht ein Dank an alle Spender sowie das Ortsamt und die Stadt. Insgesamt kostete das Projekt 10 000 Euro.
02/2017: Neue Perspektiven für Brunnen der Rochwitzer Künstlerin Leonie Wirth
Die Sächsische Zeitung vom 03.02.2017 schrieb:
In der Innenstadt soll es richtig feucht werden. An gleich zwei Stellen plant die Stadtverwaltung neue Springbrunnen. Sprudeln wird es zum Beispiel am Postplatz hinter dem Kunstwerk „Panzerkette“, ähnlich wie auf der Hauptstraße nahe dem Albertplatz. Das Wasser braust aus einem breiten Balken, fließt über den Boden und versickert dort, so der Plan. Am Dippoldiswalder Platz wird dagegen der alte Schalenbrunnen von der Bildhauerin Leonie Wirth aufgestellt. Der stand bis Anfang der 2000er-Jahre auf der Prager Straße...
02/2017: Rochwitzer Sandsteingiebel wird wieder aufgestellt
Die Sächsische Zeitung vom 03.02.2017 schrieb:
Gute Nachrichten für die Rochwitzer: Der Sandsteingiebel, in dem die Schuluhr der 61. Grundschule bis zu deren Abriss eingebaut war, wird wieder aufgestellt. Der Giebel soll gegenüber dem Eingang der neuen Schule aufgebaut werden. Die Fördermittel von der Stadt sind da, so Reiner Breitfeld vom Siedlerverein Oberrochwitz. Das Fundament dafür kostet 5000 Euro.
10/2016: Gedenksäule vor dem jüdischen Erholungsheim
EB:
Vor dem nun zu Wohnzwecken sanierten Grundstück Karpatenstraße 20 wurde am 20. Oktober 2016 in Anwesenheit von etwa 30 Gästen eine Gedenkstele enthüllt. Sie soll an das 1908 durch die Fraternitasloge errichtete Erholungsheim erinnern. 1937 wurde das Anwesen durch den NS-Staat enteignet.
Die Aufstellung des Denkzeichens erfolgt auf Initiative der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V. mit Hilfe von Spenden und aus Mitteln der Stadt Dresden.
08/2016: Grundsteinlegung für die Rochwitzer Schule
Pressemitteilung der Stadt Dresden vom 17.08.2016:
Rochwitzer Grundschule entsteht am alten Standort neu
Am heutigen Mittwoch, 17. August, haben Schulbürgermeister Dr. Peter Lames, Kultusministerin Brunhild Kurth, Schulleiterin Regine Rogalla und Hortleiter Micha Ahrens feierlich den Grundstein für den Ersatzneubau der 61. Grundschule "Heinrich Schütz" gelegt. Bis zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 entsteht an der Hutbergstraße in Rochwitz ein zweigeschossiges Schulgebäude mit Einfeldsporthalle und neuen Sport- und Pausenfreiflächen.
Das alte Schulgebäude aus dem Jahr 1882 wurde im März 2016 abgerissen. Ein Umbau nach zeitgemäßen pädagogischen und technischen Maßstäben war mangels Raumangebot nicht möglich. Der Neubau an gleicher Stelle ist gestalterisch in die dörfliche Umgebungsbebauung eingebunden. Erhaltenswerte Reliquien sollen einen neuen Platz bekommen. So wird die alte Schuluhr in die Fassade integriert und der "Bismarckstein", ein Gedenkstein zu Ehren Otto von Bismarcks aus dem Jahr 1895, nach Bauende wieder aufgestellt. Im Schulgebäude bilden jeweils zwei Unterrichtsräume und ein Raum für "ganztägiges Lernen" eine Einheit für zwei Jahrgangsklassen und die zugehörige Hortbetreuung.  Damit ist künftig Platz für bis zu 224 Schülerinnen und Schüler -  60 mehr als bisher. Neben Rochwitz umfasst das Einzugsgebiet der 61. Grundschule auch Bühlau, Oberloschwitz, den Weißen Hirsch und Teile des Schönfelder Hochlandes.
Während der Bauarbeiten sind Grundschule und Hort in einem Ausweichquartier auf der Luboldtstraße 15 auf dem Weißen Hirsch untergebracht. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Davon sind rund drei Millionen Euro Fördermittel des Freistaates Sachsen.
Die Sächsische Zeitung vom 18.08.2016 schrieb:
Rochwitzer Schule vergrößert sich
Das sind doch mal gute Nachrichten: Nachdem Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) gerade erst von gefluteten Räumen im neuen Gymnasium Bürgerwiese überrascht wurde, konnte er am Mittwoch den Grundstein für die neue Rochwitzer Grundschule legen. Auch die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) war dabei, immerhin hat der Freistaat Sachsen gut drei Millionen Euro zum Zehn-Millionen-Projekt beigesteuert.
Zunächst hätten die Rochwitzer den Abriss der alten Grundschule aus dem Jahr 1882 bedauert, sagte der Chef des Oberrochwitzer Siedlervereins, Reiner Breitfeld, am Mittwoch. Doch inzwischen überwiege die Vorfreude auf das moderne Haus, in dem künftig zwei Klassen pro Jahrgang aufgenommen werden können. Das ist wichtig für den Loschwitzer Schulbezirk. Denn Rochwitz umfasst auch das Einzugsgebiet Bühlau, Oberloschwitz, den Weißen Hirsch und Teile des Schönfelder Hochlandes.
Breitfeld und seine Mitstreiter waren es, die dem Neubau zu einem Satteldach verholfen haben. Geplant war nämlich ein Flachdach, das die Anwohner aber als völlig unpassend für ihre Umgebung einstuften. Bisher gehen die Arbeiten am Neubau gut voran. Nachdem das alte Schulhaus ab März dieses Jahres abgerissen wurde, ging es mit der ins Erdreich eingelassenen Turnhalle weiter, die bereits ihre endgültige Höhe erreicht hat. Am Schulgebäude ist die Bodenplatte fertig gegossen. Bis zu den Winterferien 2018 entsteht das zweigeschossige Schulgebäude mit Einfeldsporthalle und neuen Sport- und Pausenfreiflächen.
Der Neubau an gleicher Stelle des Altbaus sei gestalterisch in die dörfliche Umgebungsbebauung eingebunden, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Erhaltenswerte Antiquitäten sollen darin einen neuen Platz bekommen. So wird die alte Schuluhr in die Fassade integriert und der „Bismarckstein“, ein Gedenkstein zu Ehren Otto von Bismarcks aus dem Jahr 1895, nach Bauende wieder aufgestellt. Auch dafür hatte sich der Siedlerverein stark gemacht. Im Schulgebäude bilden jeweils zwei Unterrichtsräume und ein Raum für „ganztägiges Lernen“ eine Einheit für zwei Jahrgangsklassen und die zugehörige Hortbetreuung. Künftig ist Platz für bis zu 224 Schüler, 60 mehr als bisher. Während der Bauarbeiten sind die Kinder in einem Ausweichquartier in der Luboldtstraße 15 auf dem Weißen Hirsch untergebracht.
Die DNN vom 17.08.2016 schrieb:
Baubeginn für die 61. Grundschule in Dresden
Bis zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 entsteht an der Hutbergstraße in Rochwitz ein zweigeschossiges Schulgebäude mit Einfeldsporthalle und neuen Sport- und Pausenfreiflächen -  die neue 61. Grundschule. Am Mittwoch erfolgte die Grundsteinlegung.
Am Mittwoch haben Schulbürgermeister Peter Lames (SPD), Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) und Schulleiterin Regine Rogalla feierlich den Grundstein für den Ersatzneubau der 61. Grundschule „Heinrich Schütz“ gelegt. Bis zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 entsteht an der Hutbergstraße in Rochwitz ein zweigeschossiges Schulgebäude mit Einfeldsporthalle und neuen Sport- und Pausenfreiflächen.
Das alte Schulgebäude aus dem Jahr 1882 wurde im März 2016 abgerissen. Ein Umbau nach zeitgemäßen pädagogischen und technischen Maßstäben war mangels Raumangebot nicht möglich. Der Neubau an gleicher Stelle ist gestalterisch in die dörfliche Umgebungsbebauung eingebunden. Erhaltenswerte Reliquien sollen einen neuen Platz bekommen. So wird die alte Schuluhr in die Fassade integriert und der „Bismarckstein“, ein Gedenkstein zu Ehren Otto von Bismarcks aus dem Jahr 1895, nach Bauende wieder aufgestellt. Im Schulgebäude bilden jeweils zwei Unterrichtsräume und ein Raum für „ganztägiges Lernen“ eine Einheit für zwei Jahrgangsklassen.  Damit ist künftig Platz für bis zu 224 Schüler -  60 mehr als bisher. Neben Rochwitz umfasst das Einzugsgebiet der 61. Grundschule auch Bühlau, Oberloschwitz, den Weißen Hirsch und Teile des Schönfelder Hochlandes.
Während der Bauarbeiten sind Grundschule und Hort in einem Ausweichquartier auf der Luboldtstraße 15 auf dem Weißen Hirsch untergebracht. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Davon sind rund drei Millionen Euro Fördermittel des Freistaates Sachsen.
04/2016: Albertstein bekommt gepflegtes Umfeld
EB:
Nachdem das Grünflächenamt im Winter die Gehölze im Bereich des Albertsteins zurückgeschnitten hatte, wird nun das Umfeld des Denkmals durch Rochwitzer Bürger in Ordnung gebracht. Der Kreis aus Feldsteinen wurde dem historischen Zustand entsprechend wieder gelegt. Eine Bepflanzung ist im Gange.
03/2016: Abrissarbeiten verlaufen planmäßig
EB:
Mitte März begann der Abriss des Schulgebäudes. Vor dem Beginn der Abrissarbeiten bargen Mitstreiter der Rochwitz-Runde die Teile der historischen Schuluhr, die alte Pausenglocke sowie die aus Kupferblech geschmiedete Fassadenbeschriftung.
Zwischen Stadtverwaltung und Rochwitz-Runde bzw. Siedlerverein war die Bergung des Sandstein-Uhrengiebels sowie des Bismarcksteins vereinbart worden. Der Uhrengiebel wurde durch eine Spezialfirma abgebaut. Dabei zeigte sich, dass einige Einzelteile aufgrund fortgeschrittener Verwitterung nicht ohne Beschädigung geborgen werden konnten. Dennoch wird davon ausgegangen, dass der Giebel an einem anderen Ort und mit neuer Funktion wieder aufgebaut werden kann. Auch der Bismarckstein soll nach dem Abschluss der Bauarbeiten wieder aufgestellt werden. Bis dahin erklärte sich freundlicherweise die Rochwitzer Firma Richter & Co. Bauelemente GmbH zur Einlagerung bereit.
10/2015: Ein Rochwitzer Urgestein
Die Sächsische Zeitung vom 24.10.2015 schrieb:

Karl Richter blättert im Dresdner Geschichtsbuch. Die Ausgabe Nummer 15 liegt vor ihm auf dem Tisch. Dann schlägt er das Buch zu und deutet auf das Titelbild: „Wissen Sie was das ist?“, fragt er seinen Besucher. „Das ist eine alte Mühle, die im Wachwitzgrund steht, auf Rochwitzer Flur. Aber sie heißt Pappritzmühle“, erklärt der Senior.
Karl Richter kennt sich aus in Rochwitz. Er hat sich lange Zeit um die Ortschroniken gekümmert, hat Bilder und Unterlagen gesammelt, Beiträge im Elbhangkurrier und im Hochlandkurrier veröffentlicht. Vor Kurzem ist er 80 Jahre alt geworden. Mittlerweile muss er etwas kürzer treten. Aber sein Herz schlägt immer noch für den Stadtteil und dessen Historie. Karl Richter ist gebürtiger Rochwitzer. 1935 wurde er geboren, in dem Haus, in dem er heute mit seiner Frau wohnt. Vor mehr als 100 Jahren wurde es errichtet. Schon seine Eltern und Tanten lebten darin.
Seit jeher hat er sich für die Rochwitzer Ortsgeschichte interessiert. Als Kind wusste er bereits, dass seine Vorfahren väterlicherseits in Rochwitz tief verwurzelt sind. „Mehr als 200 Jahre lässt sich das zurückverfolgen“, erzählt er. Alte Fotos, Dokumente und Urkunden aus der Familienhistorie hat er aufgehoben. Als Erwachsener schließlich konnte er sich aufgrund seines Berufs nicht so intensiv mit der Geschichte seiner Heimat beschäftigen. Erst als er in Rente ging, änderte sich das.
Mit Beginn des Ruhestands ist Karl Richter in den Landesverein Sächsischer Heimatschutz eingetreten. Er leitete dort eine Arbeitsgruppe, die sich mit ehemaligen Dorfkernen in Dresden beschäftigte. Er erstellte Niederschriften und organisierte Führungen. Sein Spezialgebiet? Natürlich Rochwitz. „Seit 1378 ist Rochwitz bekannt. Bis 1921 waren wir eine selbstständige Gemeinde“, sagt er. „Dann kam eine große Eingemeindungswelle. Seitdem gehören wir zu Dresden.“ Viele Neu-Rochwitzer wüssten nur wenig darüber. „Sie sind hierher gezogen und sagen einfach, sie wohnen in Dresden. Das stört mich.“
Dabei besteht Rochwitz aus insgesamt drei Teilen, wie Karl Richter erklärt: Zum einen Niederrochwitz, auf dessen Gebiet auch das Gasthaus „Zur Eule“ liegt. „Auch das wissen viele Neuhinzugezogenen nicht. Sie denken, sie wohnen in Loschwitz oder Bühlau. Dabei verläuft die Flurgrenze auf der Drille, einem kleinen Bach der unter dem Fußweg der Grundstraße liegt.“ Zum anderen gibt es Neurochwitz. „Im Volksmund wird es oft Kamerun genannt“, erklärt Karl Richter. Warum? „Ende des 19. Jahrhunderts wurde dort ein Gasthaus gebaut. Es wird erzählt, ein Afrikaner habe es betrieben, deshalb Kamerun.“
Karl Richter selbst wohnt in Oberrochwitz. Dort befindet sich auch der alte Ortskern mit der Schule, auf die schon sein Großvater und Vater gegangen sind. Er auch und seine Söhne ebenfalls. „Vor einigen Jahren haben wir dort sogar Heimatkundeunterricht gegeben, damit die Kinder etwas über Rochwitz lernen“, erzählt Karl Richter. Mit „wir“ meint er die sogenannte Rochwitzer Runde – neben ihm vier weitere Rochwitzer, Geschichtsinteressierte, mit denen er sich regelmäßig trifft und über die Ortsgeschichte spricht. Gemeinsam veröffentlicht die Gruppe Bücher und Hefte über den Stadtteil. Oft steuert er nicht nur sein Wissen, sondern auch die Fotos bei.
Mittlerweile hat Karl Richter vieles in die Hände seiner Mitstreiter gelegt, an die jüngere Generation weitergegeben, wie er es nennt. „Das Interesse bei Jungen für Geschichte zu wecken, ist schwer“, sagt er. Aber mit seinen vier Bekannten habe er kompetente Kollegen gefunden. „Eigentlich machen sie derzeit fast alles.“
An einem neuen Beitrag arbeitet Karl Richter dennoch im Moment: Er stellt einen Überblick über alle Handwerker und Geschäftsinhaber in Rochwitz zusammen. „Leider kann ich nicht mehr sooft an den Geschichten arbeiten, so wie früher“, sagt der 80-Jährige. Aber ganz abgeben will er die Geschichtsarbeit dann doch nicht.

09/2015: Hängepartie Schulneubau

Die Sächsische Zeitung vom 24.09.2015 schrieb:
In einer reichlichen Woche soll sie steigen, die große Feier zum Abschied der alten Rochwitzer Schule. Weil das Wetter besser ist, wird vor dem geplanten Umzug auf den Weißen Hirsch im Februar gefeiert. 133 Jahre hat das Rochwitzer Schulhaus auf dem Buckel. Die meisten sieht man ihm tatsächlich auch an. Inzwischen platzt die einstige Volksschule aus allen Nähten. Was durchaus auch positiv zu sehen ist, denn die Schule ist beliebt. Doch um langfristig zwei Klassen pro Jahrgang aufnehmen zu können, muss ein Neubau her.
Dieser ist auch fast fertig geplant. Im März 2016 sollen die Arbeiten dafür beginnen. Damit die alte Schule würdig verabschiedet wird, haben sich der Siedlerverein Oberrochwitz und das Schulteam für die Feier am 2. Oktober viel einfallen lassen. Es soll Führungen für ehemalige Schüler und Lehrer geben, die Chronik hängt aus, und für Kinder sind Spielangebote vorbereitet.
Eines aber wird am 2. Oktober noch nicht geklärt sein: Ob der Neubau auch wirklich pünktlich starten kann. Denn das Land hat noch immer keine Fördermittel bewilligt oder in Aussicht gestellt. Die Stadt plant mit 3,3 Millionen Euro, mit denen das Land den Bau unterstützen soll. „Wir stoppen unsere Planungen jetzt jedoch nicht“, sagt Falk Schmidtgen, der Leiter des Schulverwaltungsamtes. Es gebe aber tatsächlich das Risiko, dass sich das Bauvorhaben verzögert. Denn kommt kein Geld vom Land, muss die Stadt eigenes für den Schulneubau bereitstellen. Und das zu finden, wird ein schwieriges Unterfangen. Gegenwärtig hat die Stadt die geplante Sanierung des Beruflichen Schulzentrums für Wirtschaft gestoppt, um Geld für andere Vorhaben bereitzustellen. So sind die Ausschreibungen für den Neubau der 147. Grundschule in Pieschen bereits gestartet. Hier muss die Verwaltung handeln.
„Für die 61. Grundschule in Rochwitz ist jedoch kein Geld der Berufsschule vorgesehen. Aber wir haben ein großes Interesse daran, die Rochwitzer Schule zu bauen“, sagt Michael Fücker, der im Schulverwaltungsamt für den Schulbau zuständig ist. Bis Anfang Dezember werde sein Amt eine Entscheidung treffen müssen. "Es gibt nur zwei Varianten, was passieren kann", sagt er. "Entweder wir warten so lange auf das Geld des Landes, bis es kommt. Das könnte heißen, dass wir später anfangen. Dann wäre zu überlegen, die Kinder länger in Rochwitz zu lassen", sagt Fücker. Geplant war, dass die Schüler im Februar 2016 auf die ehemalige Lernförderschule auf die Luboldtstraße umziehen sollen.
Die zweite Variante sei, das Geld komplett aus dem städtischen Haushalt zu nehmen. Das werde im Dezember entschieden. Laut jetzigem Zeitplan sollen die Schüler und Lehrer im Februar 2018 in den Neubau in Rochwitz einziehen. Würde sich das Projekt verschieben, käme immer noch der Umzug zum August infrage.
Elternsprecherin Marika Schneider hat ohnehin damit gerechnet, dass sich der Neubau verzögern könnte. "Das ist in Dresden doch derzeit überall der Fall", sagt sie. Es gebe jedoch klare Prämissen, die die Stadt beachten müsse. "Die Schule nimmt ab kommendem Schuljahr zwei Klassen pro Jahrgang auf. Die Kinder müssen ja irgendwo hin. Ewig kann man den Neubau also nicht hinauszögern", sagt sie.
Das sieht Michael Fücker vom Schulverwaltungsamt genauso. Die Auslagerungsschule auf der Luboldtstraße bietet wie das alte Rochwitzer Schulhaus nur sechs Klassenräume. Genau zwei zu wenig für die Kinder. Eine Lösung muss also schnell gefunden werden.

08/2015: Für Schulneubau fehlen über drei Millionen Euro
Die Sächsische Zeitung vom 26.08.2015 schrieb:

Die Vorbereitungen für das Abschiedsfest aus der alten Rochwitzer Grundschule laufen auf Hochtouren. Der Siedlerverein Oberrochwitz und die Schulleitung arbeiten seit Monaten an einem Programm für den 2. Oktober. Dieser Freitag soll symbolisch als Abschiedstag vom alten Haus genutzt werden, obwohl die Kinder noch bis Februar des kommenden Jahres darin lernen werden. Dann sollen sie in die einstige Schule für Lernförderung auf den Weißen Hirsch umziehen. Denn dann wird das alte Schulhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Nur so ist es möglich, künftig genügend Platz für zwei Klassen pro Jahrgang zu bieten. Die Planungen dafür gehen beim Schulverwaltungsamt in die letzte Runde.
Doch plötzlich gibt es Zweifel, ob das Vorhaben auch wirklich im vorgesehenen Zeitraum umsetzbar ist. Denn die fest eingeplanten 3,3 Millionen Euro Fördermittel des Freistaates sind noch nicht bewilligt. Das teilt Schulverwaltungsamtsleiter Falk Schmidtgen auf SZ-Anfrage mit. Manchmal gebe es auch die Möglichkeit, auch ohne offiziellen Zuwendungsbescheid des Landes mit dem Bau beginnen zu können. Im Fachjargon nennt sich das förderungschädlicher vorzeitiger Maßnahmebeginn. „Dieser ist eine zwingend notwendige Voraussetzung für den Baubeginn, da wir sonst jeden Förderanspruch verwirkt haben“, so Schmidtgen. Doch auch auf den wartete Schmidtgen bisher vergeblich.
Die 3,3 Millionen Euro an Schulbaufördermitteln machen rund 40 Prozent der Gesamtbausumme für das neue Haus aus. Allein wird die Landeshauptstadt den Schulbau wohl nicht finanzieren können. „In der gegenwärtigen Haushaltssituation ist schwer vorstellbar, dass zusätzliche Mittel bereitgestellt werden, um die Fördermittel mit eigenen Haushaltmitteln zu kompensieren“, sagt der Amtsleiter. „Selbst wenn das gelänge, würde das Prozedere zur Verzögerung des Baubeginns führen“, so Schmidtgen weiter. Er forciere daher die Gespräche mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) zu den Landesmitteln.
Die Planungen für die neue Rochwitzer Schule will Schmidtgen aber nicht stoppen. Sie befinden sich derzeit in der Ausführungsphase. Danach müssten die Bauleistungen jedoch ausgeschrieben werden, um fristgerecht beginnen zu können. Doch das funktioniert nur mit bewilligtem Fördergeld.
Die Verabschiedung der alten Grundschule soll trotzdem weiter am 2. Oktober stattfinden. Ab 14 Uhr können jetzige und ehemalige Schüler und Lehrer das Haus besuchen. Außerdem gibt es zahlreiche Attraktionen für die Kinder.

08/2015: Aufräumarbeiten am Albertstein
EB: In Vorbereitung der Wiederherstellung des Albertsteins ließen sich Mitglieder der Rochwitz-Runde auch durch extreme Sommerhitze nicht davon abhalten, am 13. August erste Aufräumarbeiten auf dem Gelände des Denkmals durchzuführen.  Die Plakette mit dem Portrait König Alberts und die Inschrift sollen in nächster Zeit erneuert werden. In Kooperation mit dem Grünflächenamt wird die Umgebung neu gestaltet.
Albertstein 13.8.15Albertstein 13.8.15Albertstein 13.8.15

05/2015: Planungen für neue Schule schreiten voran
EB: Das Architekturbüro Meyer-Bassin hat mit der Ausführungsplanung für die neue Rochwitzer Schule begonnen. Die Außengestaltung entspricht den vorgestellten Entwürfen (vgl. 06/2014). Durch mehrfache Umplanung der Turnhalle - ursprünglich sollte ein bereits gebauter Entwurf wiederverwendet werden - konnte die Außenfläche pro Kind auf 10 m² erhöht werden. Dies wurde durch dass Verlagern der Umkleideräume über die Halle möglich.
Sowohl die beiden Linden an der jetzigen Feuertreppe als auch die Pappeln auf dem Schulgrundstück sollen der Baustelle weichen - erstere, weil sie mit Ihren Wurzeln in die Baugrube reichen, letztere, weil Pappeln in Schulgrundstücken wegen der Gefahr herabfallender Äste kritisch gesehen werden. Der Bismarckstein soll nach der Fertigstellung des Naubaus wieder etwa an der alten Stelle aufgestellt werden.
Das alte Werk der Schuluhr soll in einer von drei Seiten verglasten Vitrine im Eingangsbereich aufgestellt werden. Dort soll auch das originale Ziffernblatt angebracht werden, so dass die Uhr neben ihrem Schauwert auch wieder ihre Funktion als Zeitmesser erhält. Auf dem Dach des Neubaus wird auch die Uhrenglocke wieder ihren Platz finden. Nicht mehr eingebaut wird hingegen der historische Uhrengiebel aus Sandstein. Für die Aufstellung im Eingangsbereich ist er zu groß. Er soll geborgen und während der Bauzeit eingelagert werden. Gute Ideen für dessen zukünftige Verwendung sind gefragt.
Mit den Abrissarbeiten wird im Februar 2016 begonnen.
03/2015: Anwohner kämpfen für sicheren Schulweg
Die Sächsische Zeitung vom 25.03.2015 schrieb:
Es sind genau 800 Meter, die Martin Knauers Tochter jeden Morgen zur Schule läuft. Das wäre an sich kein Problem. Doch diesem Schulweg zwischen Bühlau und der Rochwitzer Grundschule fehlt genau an kurvigen, uneinsehbaren Stellen der Fußweg. „Meine Frau und ich machen uns permanent Sorgen, dass unsere Tochter von einem Auto erfasst und verletzt wird“, sagt Knauer. Deshalb hat er mit dem Kind sehr eindrücklich geübt, dass sie eng am Straßenrand stehen bleiben soll, wenn Autos kommen. „Es ist zwar eine Tempo-30-Zone, doch leider sind es gerade im morgendlichen Berufsverkehr die Eltern, die zu schnell unterwegs sind“, sagt Knauer. Dennoch möchte er, dass seine Tochter weiterhin läuft. „Das fördert die Selbstständigkeit der Kinder und ist gesund. Wir Eltern können doch die Kinder nicht nur hin- und herkutschieren“, sagt er.
Doch genau das hat ihm das Schulverwaltungsamt vorgeschlagen, als sich Knauer aufgrund des unsicheren Fußweges beschwerte. Auch dort wird der Schulweg aufgrund der fehlenden Fußwege als besonders gefährlich eingestuft. Der Weg mit dem Bus wäre jedoch weitaus länger als der Fußweg. Deshalb genehmigt das Amt auch die Beförderung mit privatem Auto und zahlt 20 Cent pro Kilometer, schreibt der Leiter des Schulverwaltungsamtes, Falk Schmidtgen. Er verweist auf das Straßen- und Tiefbauamt, das für die Sicherheit zuständig ist. Doch auch von dort kommen keine positiven Meldungen für Eltern und Anwohner. „Die fehlende Gehwegverbindung zwischen Rochwitz und Bühlau ist dem Straßen- und Tiefbauamt bekannt und daher im städtischen Gehwegprogramm enthalten“, so Amtsleiter Reinhard Koettnitz. Allerdings habe die Stadt derzeit kein Geld für den Fußwegbau. Zudem müsse Privatland erworben werden, das nur über ein aufwendiges Bauplanungsverfahren möglich sei.
„Die Straßenverkehrsbehörde hat bereits Maßnahmen ergriffen“, so Koettnitz weiter. So gelte entlang der Hutbergstraße/ Gnaschwitzer Straße Tempo 30. Außerdem wurde das Verkehrszeichen „Achtung Fußgänger“ aufgestellt. Der Abschnitt sei unauffällig in Bezug auf Unfälle. „Hoffentlich muss hier nicht erst etwas passieren, bevor die Stadt aufmerksam wird“, sagt Adelheid Neupert von der Bühlauer Bürgervertretung, die sich schon lange um den Schulweg bemüht.
03/2015: Im Wachwitzgrund entsteht neue Brücke
Die Sächsische Zeitung vom 14.03.2015 schrieb:
Wanderer und Anwohner müssen sich für die nächsten Wochen alternative Routen entlang des Wachwitzbaches suchen. Wegen Bauarbeiten ist der Wanderweg seit einigen Tagen gesperrt. Weil der Wachwitzbach-Durchlass beim Hochwasser 2013 schwer beschädigt wurde, muss die Stadt dafür nun eine neue Brücke bauen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 10. April. Währenddessen bleibt der Weg im Bereich der Brücke für Wanderer gesperrt. Die Arbeiten sind vorher ausgeschildert. Anwohner wurden von der Stadt informiert. Der Wanderweg Wachwitzgrund verläuft entlang des Wachwitzbaches zwischen Wachwitz und Rochwitz. Etwa 500 Meter oberhalb des Ortsendes von Wachwitz beziehungsweise 150 Meter oberhalb der alten Wassermühle befindet sich die defekte Brücke. Für die Arbeiten ist die Firma Wasser- Tiefbau- und Umwelttechnik Kamenz GmbH zuständig. Die Baukosten betragen rund 45 000 Euro.
02/2015: Asyl-Initiative in Rochwitz gegründet
Die Sächsische Zeitung vom 24.02.2015 schrieb:
Noch ist die Gruppe um Organisator Christian Karpf sehr klein, im „Initiativkreis Bühlau, Rochwitz, Weißer Hirsch“ engagieren sich bislang gerade einmal zehn Dresdner. Die Gruppe hat sich Ende Dezember gegründet, um sich für Flüchtlinge im Dresdner Osten einzusetzen. „Die aktuellen politischen Entwicklungen dieser Stadt zum Thema Asyl gefallen uns nicht“, sagt Karpf. „Deswegen wollten wir in unseren Stadtteilen aktiv etwas unternehmen und Flüchtlinge unterstützen.“ Dafür arbeitet die Initiative auch mit anderen Organisationen und Vereinen zusammen. Am Mittwochabend treffen sie sich erstmals zu einer Info-Veranstaltung. Dazu lädt die Initiative alle Interessierten in den Kindergarten „Hasenkuhle“ in der Hutbergstraße 1 in Rochwitz ein.
Ab 19.30 Uhr wird in den Räumen ein Dokumentarfilm gezeigt – darin geht es um die Situation der Flüchtlinge in Sachsen. Auch auf Dresden soll im Anschluss genauer eingegangen werden, darüber informieren Mitglieder des „Runden Tisches Asyl“ aus Loschwitz. Außerdem stellen sich verschiedene Vereine, die sich für Flüchtlinge einsetzen wollen, vor. Neben der Rochwitzer Initiative sind das unter anderem der ebenfalls neu gegründete Verein „Willkommen im Hochland“ und die „Kontaktgruppe Asyl“ aus der Friedrichstadt. „So können sich Menschen, die sich engagieren möchten, einen Überblick über ihre Möglichkeiten verschaffen“, sagt Karpf. Auch seiner Gruppe dürfen sich dann gerne noch engagierte Bürger aus Rochwitz, Bühlau und dem Weißen Hirsch anschließen. „Außerdem wollen wir alle gemeinsam dann schon einmal die ersten Ideen sammeln, was in den Stadtteilen konkret für Asylsuchende getan werden kann“, so der Organisator.
11/2014: Rochwitzer Schüler ziehen auf den Hirsch
Die Sächsische Zeitung vom 12.11.2014 schrieb:
Im Februar 2016 beginnt der Neubau der Rochwitzer Grundschule. Dafür muss zunächst das bestehende Schulhaus abgerissen werden. Die Entwurfsplanung ist gerade fertiggestellt, informiert Schulverwaltungsamtsleiter Falk Schmidtgen. Derzeit werde der Baubeschluss vorbereitet. Voraussichtlich im Januar 2015 bekommt ihn der Ortsbeirat in öffentlicher Sitzung vorgestellt. Die Grundschüler werden während der Bauzeit in der ehemaligen Schule zur Lernförderung in der Luboldtstraße 15 unterrichtet.
10/2014: Auslagerung der Schule während der Bauzeit
EB: Die Rochwitzer Schüler werden während der Bauarbeiten, die ab Anfang 2016 geplant sind, in das Gebäude der ehemaligen Förderschule auf der Luboldstraße am Weißen Hirsch umziehen. Sollte alles nach Plan laufen, wird das Exil bis zum Schuljahresbeginn 2018 dauern. Das äußerst knapp bemessene Außengelände auf der Luboldstraße wird dem Lehr- und vor allem dem Hortpersonal Gelegenheit geben, sich auf die Situation des Rochwitzer Schulgeländes einzustellen. Das vorhandene Schulgrundstücks bietet nach der Bebauung nur noch etwa 6 m² Außenbereich pro Schüler.
08/2014: Franziska-Tiburtius-Straße
EB: Die neu benannte Franziska-Tiburtius-Straße führt von der Krügerstraße aus (an der Flurgrenze zu Rochwitz) zum Gelände der ehemaligen HELIOS-Klinik. Auf früheren Stadtplänen wurde die Straße als Teil des Kuckucksweges ausgewiesen.
Tiburtius (1843 - 1927) war die erste Ärztin mit eigener Praxis. Diese durfte sie allerdings nicht in Dresden eröffnen, wo sie an der Frauenklinik gearbeitet hatte. So ging sie nach Berlin und praktizierte dort mit ihrer Studienkollegin Emilie Lehmus in der Alten Schönhauser Straße. Als erste deutsche Ärztinnen mit eigener Praxis sahen beide sich jahrelang öffentlichen Anfeindungen und Vorbehalten der männlichen Ärzteschaft ausgesetzt.
06/2014: Wo die Schule passend zum Ortskern entsteht
Die Sächsische Zeitung vom 03.06.2014 schrieb:
"Der Countdown läuft in der Rochwitzer Grundschule. Nur noch zwei Jahrgänge können hier ihre Abschlusszeugnisse der vierten Klasse entgegennehmen. Dann wird das betagte Schulhaus abgerissen. Es bietet zu wenig Platz, um 224 Kinder aufnehmen zu können. Doch der Zustrom vor allem aus Bühlau und vom Weißen Hirsch nach Rochwitz ist groß. Und da auch das Grundstück zu klein für einen geeigneten Anbau ist, hat sich die Stadt für einen Neubau entschieden.

Dies hat jedoch vor allem bei den alteingesessenen Rochwitzern und ehemaligen Schülern zu Protesten geführt. Zwar steht die alte Schule aus dem Jahr 1882 nicht unter Denkmalschutz. Doch das Gebäude prägt maßgeblich das Erscheinungsbild des Ortskernes. Deshalb hatten Vertreter der ansässigen Vereine sowie Ortsamtsleiterin Sylvia Günther darauf gedrängt, bei der äußeren Gestaltung ein Mitspracherecht zu haben. Dies hat die Stadt auch gewährt. Aus einem Architekturwettbewerb ist das Büro Meyer-Bassin als Sieger hervorgegangen. Dieses hat seine ersten Entwürfe nun der Öffentlichkeit vorgestellt.
„Bei den Planungen waren zunächst nur Flachdächer vorgesehen. Das ist inzwischen geändert worden“, sagt Reiner Breitfeld vom Siedlerverein. Auch für die historische Schuluhr, die vor wenigen Jahren gerade erst von einem Rochwitzer wieder in Gang gebracht wurde, fand sich ein gut sichtbarer Platz im Eingangsbereich. „Die jetzige Gestaltung gefällt uns allen gut“, sagt Breitfeld. Auch der Loschwitzer Ortsbeirat zeigt sich positiv überrascht vom Neubau. Was nicht einfach ist, bei den architektonisch sensiblen Räten. Die Pläne für den Anbau an der Loschwitzer Mittelschule beispielsweise waren dort mit Pauken und Trompeten durchgefallen. „Aber es gibt zum Rochwitzer Neubau wirklich nur Gutes zu sagen“, schätzt Otto-Rüdiger Wenzel (SPD) ein. Die vorhandene Bebauung sei beachtet und das neue Haus gut eingefügt worden. „Ich bin gespannt, wie es wirkt, wenn es steht.“
Baubeginn soll nach jetzigem Planungsstand im ersten Quartal des Jahres 2016 sein. Bis dahin muss der Stadtrat noch über die Vorlagen entscheiden. Zwei Jahre werden die Arbeiten voraussichtlich beanspruchen. Damit könnten Schüler und Lehrer wahrscheinlich zum Schuljahresbeginn 2018/19 in das rund zehn Millionen teure Objekt einziehen. Heute ist noch nicht klar, wo die Kinder während der Bauzeit lernen. „Der Schulbetrieb muss während der Bauzeit jedoch komplett ausgelagert werden. Das steht fest“, sagt Michael Fücker vom Schulverwaltungsamt.
Nach den Plänen des Architekturbüros werden die Neubauten von Schulgebäude und Sporthalle mit einem leichten Versatz zueinander an der Hutbergstraße positioniert. Die Schule antwortet mit einem prägnanten Einschnitt am Haupteingang auf die offene Situation im Kreuzungsbereich, so die Planer. Sie umschließt einen geschützten Pausenhof, in dem die beiden großen Laubbäume stehenbleiben.
Zwei Klassenräume einer Jahrgangsstufe bilden mit einem gemeinsamen Hortraum und einer Garderobe eine räumlich- organisatorische Einheit. Vom überdachten Haupteingang kommt der Besucher in eine kleine Eingangshalle, von der alle gemeinsam genutzten Bereiche wie Mehrzweckraum, Speiseraum und Mediathek abgehen. Hier sind auch die Verwaltungs- und Lehrerräume sowie das Elternsprechzimmer zu finden. In der südwestlichen Ecke des Grundstücks ist der Schulgarten angelegt, die Sportflächen schließen sich südlich an die Sporthalle an. Entlang des Straßenzuges Altrochwitz werden Großsträucher und Stauden gepflanzt."


Abbildung: Computersimulation / Sächsische Zeitung

05/2014: Ortsamt stellt Entwurf für Schulneubau vor
EB: Auf der Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung am 14. Mai stand die Vorstellung des Vorentwurfes für den Neubau der 61. Grundschule in Rochwitz. Damit ging die Stadtverwaltung zwei Jahre vor dem geplanten Baubeginn ungewöhnlich zeitig auf die Öffentlichkeit zu, womit Konflikte, wie beim Erweiterungsbau der 62. Oberschule, vermieden werden könnten.
Der Architekt Meyer-Bassin erläuterte das Projekt an einem Modell und Entwurfskizzen.
Von den anwesenden Rochwitzern wurden die überarbeitete Dachgestaltung mit Walmdach und die zweifarbig mit Ziegeln verkleidete Fassade positiv aufgenommen. Die Raumaufteilung, bei der zwei der acht Klassenzimmer Zugang zu einem weiteren dazwischen liegenden Mehrzweckraum haben, wird von der Schulleitung als praktisch angesehen.
Für das historische Uhrwerk ist eine Aufstellung im verglasten Eingangsbereich an der Ecke Hutbergstraße/Altrochwitz geplant.
Von mehreren Anwesenden wurde die sehr knapp bemessene Außenfläche kritisiert. Diese wird für Hofpausen, den Hortbetrieb und den Sportunterricht benötigt. Das horteigene Klettergerät und ein kleiner Schulgarten sollen auch dort untergebracht werden. Vom Architekturbüro wird geprüft, ob die Turnhalle noch etwas verkleinert werden kann, um Platz zu gewinnen.
Die beiden großen Pappeln auf dem Schulhof sollen erhalten bleiben. Auf den Plänen zu sehen sind auch die beiden alten Linden am Bismarckstein. Ob diese jedoch das Baugeschehen überstehen, kann laut Aussage des Architekten nicht sichergestellt werden. Ihre Bedeutung für das Ortsbild wurde von Herrn Richter hervorgehoben. Für den Bismarckstein ist eine Aufstellung am neuen Gebäude geplant.

Schule Au�enansicht
Modell des Schulneubaus
Modell des Schulneubaus

05/2014: Dreharbeiten für Fernsehkrimi auf der Karpatenstraße
EB: Am 10. und 11. Mai fanden in Rochwitz Dreharbeiten für den ersten Film der geplanten ZDF-Krimiserie "Die Wallensteins" statt. Tatort ist ein Haus am Ende der Karpatenstraße im Wald. Dort soll sich unter anderem ein Drogenlabor befinden. Der Film wird noch 2014 gezeigt werden.
Filmdreharbeiten Filmdreharbeiten
04/2014: Vorentwurf für Schulneubau
EB: Erste Entwürfe für den Neubau der Rochwitzer Schule liegen vor.
Soweit bisher bekannt ist, wird sich das geplante Gebäude mit Kubatur und Fassadengestaltung in die umliegende Bebauung einfügen.
Das Schulgebäude soll zwei Geschosse und ein flaches Walmdach haben. Es ist L-förmig, wobei der kürzere Schenkel entlang der Straße Altrochwitz liegt. Der Flügel entlang der Hutbergstraße wird nicht unterkellert, während ein Teil auf der Seite Altrochwitz als Souterraingeschoss geplant ist.
Der Haupteingang befindet sich an der Ecke Hutbergstraße/Altrochwitz. Im Eingangsbereich soll die historische Schuluhr hinter Glas gezeigt werden.
Etwas von der Hutbergstraße zurückgesetzt wird eine Einfeld-Sporthalle mit einer Grundfläche von etwa 28 mal 28 m und 7 m Höhe errichtet.
Der Abriss des Altbaus ist ab Januar 2016 vorgesehen. Im März 2016 soll mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Januar 2018 geplant.
Am 14. Mai um 17.30 Uhr wird das Bauvorhaben auf einer Ortsbeiratssitzung im OA Loschwitz vorgesetllt.
04/2014: Wachwitzer Höhenpark Baywobau will bis Ende 2016 im einstigen Weidner-Sanatorium 88 exklusive Wohnungen errichten
Dresdner Neueste Nachrichten vom 31.03.2014:
"Ein bisschen wie im Dornröschenschlaf liegt das einstige Weidner-Sanatorium da mit seinen vor knapp 100 Jahren erbauten prächtigen Villen und den uralten Bäumen. Prominente wie die beiden Schauspielerinnen Lilian Harvey und Lil Dagover oder der weltberühmte Clown Charlie Rivel ließen es sich einst in der Kureinrichtung von Dr. Eugen Weidner gutgehen. Allerdings ist es keine 100, sondern genaugenommen erst fünf Jahre her, dass die letzten Bewohner, pardon, Patienten, das malerische, recht versteckt gelegene Anwesen am Wachwitzer Höhenpark verließen.
Jetzt nun hat die Baywobau das Areal vom Projektentwickler ABG mit Hauptsitz in München gekauft. Der hielt das Gelände in den vergangenen vier Jahren in Schuss und ließ die Häuser bewachen. "Obwohl unbewohnt, sind die Räume zum Großteil noch beheizt worden, damit das Wasser im Winter nicht einfriert", erklärt Thomas Richter, Projektsteuerer bei der Porstein 4D Ingenieure GmbH, die hier für die Baywobau tätig ist. Der 47-Jährige kennt sich aus, er hat sich bereits um das Lahmann-Sanatorium gekümmert.
Das Areal erstreckt sich über etwa 25 000 Quadratmeter. Drei Villen aus der Entstehungszeit hat die Baywobau erworben. Deutlich jünger ist ein gelblicher, links vom Eingang gelegener Flachbau. "Der wird verschwinden", sagt Richter. Dort entsteht ein klassisches Mehrfamilienhaus mit 20 Wohnungen. Und gleich daneben, wo sich jetzt noch der Parkplatz befindet, ist ein sogenanntes Townhaus mit zwölf Wohnungen vorgesehen, die teilweise über mehrere Etagen gehen. Darunter kommt eine große Tiefgarage mit je einem Stellplatz für sämtliche Wohnungen auf dem Areal. Insgesamt 88 Wohneinheiten sollen auf dem Gelände entstehen.
Die Baugenehmigung liegt Richter zufolge bereits vor. Baubeginn könnte im kommenden Frühjahr sein. Das hänge entscheidend vom Verkauf der Wohnungen ab. Und der soll bereits im Juli oder August beginnen. "Wenn alles nach Plan läuft, ist das Weidner-Areal Ende 2016 bezugsfertig", verspricht Richter. Was die Anzahl der Wohnungen anbelangt, hat das Weidnersche Sanatorium eine ähnliche Bedeutung wie das Lahmann-Sanatorium. Auf dem Weißen Hirsch sind es 102 Wohneinheiten, hier fast 90. "Anders als die Häuser auf dem Weidner-Areal aber sind die Gebäude des Lahmann-Sanatoriums weitaus ruinöser gewesen", verweist er auf einen entscheidenden Unterschied. Deshalb seien deutlich höhere Baukosten angefallen.
Eine kleine Besichtigung sind die aus der Entstehungszeit stammenden Häuser bereits jetzt allemal wert: Im viergeschossigen Haus 1, der dem Elbhang am nächsten gelegenen Villa, bietet sich nicht nur vom Türmchen auf dem Dach, sondern auch von den restlichen Etagen aus ein fantastischer Blick über Dresden. In der Ferne im Tal schlängelt sich die Elbe in beträchtlicher Länge dahin. Und unten, keine 50 Meter vom Betrachter entfernt, tun sich zwei Rehe gerade am Weinberg an den Rebstöcken gütlich. Drinnen im Gebäude selbst zeugen einige, etwa 15 Jahre alte Pflegebetten noch von der einstigen Nutzung als Klinik.
Alle drei Altbauten werden generalsaniert. Jeweils etwa 20 Wohnungen sollen darin entstehen. "Wir müssen den Zuschnitt der Räume ändern, teilweise Decken herausnehmen, Wände versetzen", erläutert Richter. Eingriffe in die Statik seien nötig.
Die historischen Treppengeländer würden denkmalgerecht wieder aufgearbeitet. überhaupt habe der Denkmalschutz ein deutliches Wörtchen mitzureden. Der parkähnliche Charakter und die Wegeführung sollen ebenso erhalten bleiben wie die alten Bäume. "Die Wohnungen im Haus 1 werden in jedem Falle die teuersten und exklusivsten", erklärt der Projektsteuerer. Es werde sowohl Zwei-Raumwohnungen als auch 250-Quadratmeter-Wohnungen geben. "Die Preise bewegen sich je nach Lage im Schnitt um die 3500 Euro pro Quadratmeter", nennt Richter eine Zahl. Unter 3000 Euro sei da kaum etwas zu haben. "Auch im Lahmann-Sanatorium sind einige wenige Wohnungen über 4000 Euro pro Quadratmeter über den Tisch gegangen", sagt er. Den Heinrichshof nennt Richter und zwei, drei Wohnungen im Herrenbad. "Es sind weniger Anleger darunter, viele alte Neudresdner ziehen da ein - Leute, die jetzt seit zehn oder zwanzig Jahren in Dresden wohnen", weiß er. Ähnliches vermutet er auch für Weidners Sanatorium.
Ein Blickfang ist der große Saal mit seinen gläsernen Kronenleuchtern im Haus 3. Ein Schild an der Wand verweist auf seine einstige Bestimmung: "Wir bitten Sie, alle Geschirre und Bestecke im Speisesaal zu belassen." Auch eine Musikerempore ist erhalten geblieben und eine Patientencaféteria im Chic der 1990er Jahre.
Die prächtige alte Weidner-Villa, die Dr. Eugen Weidner seinerzeit selbst bewohnt hat, hat die ABG bereits verkauft. Und auch das ganz in der Nähe gelegene Kutscherhaus gehört nicht der Baywobau.
Übrigens: Eine Dornenhecke wie bei Dornröschen wird um Weidners Sanatorium nicht wachsen können. "Das Areal ist ein Flächendenkmal und soll begehbar bleiben", betont Projektsteuerer Richter. Die Zufahrt, die zu Weidners Sanatorium führt, wird eine öffentliche Straße und bekommt einen Namen. "Sie heißt dann Franziska-Tiburtius-Straße", verrät der Projektsteuerer. Die deutsche Ärztin (1843-1927) setzte sich dafür ein, dass Frauen studieren durften und war auch an der Dresdner Frauenklinik tätig."
03/2014: Baywobau kauft Weidner-Sanatorium
Die Sächsische Zeitung vom 20.03.2014 schrieb:
"Mit dem Objekt am Loschwitzer Elbhang hat Baywobau-Chef Berndt Dietze schon lange geliebäugelt. Doch zunächst war es der Projektentwickler ABG mit Hauptsitz in München, der das ehemalige Weidner-Sanatorium von den Helios-Kliniken kaufte. Inzwischen hat es Dietze geschafft: Die Baywobau hat das Weidner-Areal erworben. "Wir haben durch unser Haupthaus in München beste Kontakte zu ABG und sind uns schnell einig geworden", sagt Dietze. Seine Erfahrungen mit dem Lahmann-Sanatorium sind für das neue Projekt ganz entscheidend. "Vor allem in finanzieller Hinsicht wissen wir jetzt, was auf uns zukommt", sagt der Baywobau-Manager.
Aus der einstigen Kurklinik soll eine außergewöhnliche Wohnanlage werden. Rund 90 Wohnungen sind zwischen Krüger- und Malerstraße geplant. 56 davon in den drei denkmalgeschützten Häusern.
Dazu kommen dreigeschossige Mehrfamilienhaus-Neubauten auf dem jetzigen Parkplatz. Eine Tiefgarage bietet für jede Wohnung einen Stellplatz. Eine Baugenehmigung habe die Stadt bereits erteilt. Bereits im Juni will Dietze mit dem Verkauf der Wohnungen beginnen. Hinter dem Kutscherhaus wurde eine Teilfläche an der Malerstraße verkauft. Darauf entstehen zwei moderne Einfamilienhäuser. Auch die Weidnersche Villa, unterhalb des sogenannten Logierhauses, hat bereits Interessenten gefunden und wird extra verkauft.
1916 eröffnete der Dresdner Arzt Eugen Weidner seine Klinik mit 80Betten und 100 Mitarbeitern nahe Schloss Wachwitz. Prominente Gäste aus dem In- und Ausland wie Heinz Rühmann kamen zahlreich. Später diente das Haus als sowjetisches Militärlazarett sowie Tuberkulose-Klinik der kasernierten Volkspolizei und später der Nationalen Volksarmee. 1991 übernahm die Humaine-Gesellschaft das Haus. Seit 2009 war es geschlossen."
02/2014: Neubau-Planung für 61. Grundschule beginnt
Die Sächsische Zeitung vom 06.02.2014 schrieb:
"Die Planung für den Um- und Neubau der 61. Grundschule "Heinrich Schütz" ist an das Architekturbüro Meyer-Bassin und Partner vergeben worden. Darüber informierte gestern die Stadtverwaltung. Das Planungsbüro hat den Zuschlag vom Ausschuss für Wirtschaftsförderung bekommen. Mehrere Bewerber hatten ihre Entwürfe eingereicht.
Auf dem Gelände der Grundschule auf der Hutbergstraße 2 werden ein Ersatzneubau für eine zweizügige Grundschule und eine neue Einfeldsporthalle entstehen. Außerdem werden die Sport- und Pausenfreiflächen neu gestaltet. Im zweiten Quartal 2016 soll der Bau beginnen. Zum Schuljahresbeginn im Sommer 2017 sollen die Kinder und Lehrer einziehen können. Die Schule ist dann durchgängig zweizügig und hat Platz für bis zu 224 Schülerinnen und Schüler. Derzeit können nur anderthalb Züge unterrichtet werden. Der Neubau kostet rund 10 Millionen Euro."
02/2014: Architekturbüro mit Planungen für den Schulneubau beauftragt
EB: Nach Durchführung des VOF-Verfahrens für die Vergabe der Planungsleistungen fasste der Ausschuss für Wirtschaftsförderung am 16.01.2014 den Beschluss zur Vergabe der Gebüudeplanung an das Architekturbüro Meyer-Bassin und Partner.  Das Architekturbüro hat bereits Erfahrungen mit dem Entwurf von Schulen und Sporteinrichtungen. Im Raum Dresden zählen dazu das Vitzthum-Gymnasium in Zschertnitz, das Gymnasium Louisenstift in Radebeul und eine Turnhalle der TU Dresden. Auch der Erweiterungsbau der Mittelschule Weißig wurde von Meyer-Bassin entworfen.
Soweit bisher bekannt, wird der zweigeschossige Neubau entlang der Hutbergstraße errichtet und ein Flachdach mit Begrünung erhalten. Die historische Schuluhr soll im Eingangsbereich integriert werden.
10/2013: Stadtverwaltung stellt Pläne für Schulneubau vor
EB: Am 2. Oktober fand in der Rochwitzer Schule eine Informationsveranstaltung zu den Abriss- und Neubauplänen statt. Von der Stadtverwaltung erschienen der Beigeordnete für Allgemeine Verwaltung Bürgermeister Lehmann (CDU), der auch dem Schulverwaltungsamt vorsteht, mit Herrn Schmidtgen und Herrn Kühn vom Schulverwaltungsamt sowie Frau Geipel und Frau Zyka vom Hochbauamt. Neben Vertretern von Schule und Hort, der Ortsamtsleiterin Frau Günther und dem Landtagsabgeordneten Herrn Piwarz (CDU) waren einige Rochwitzer Bürger anwesend.
Grundsätzlich sieht die Schulnetzplanung seit 2012 für Rochwitz den Bedarf einer zweizügigen Grundschule mit etwa 224 Schülern vor. Die Schule bildet zusammen mit der 59., 62. und 88. Grundschule den Schulbezirk OA Loschwitz.
Zunächst wurde dargelegt, dass der bisherige Schulbau nicht modernisierungsfähig sei. Der Flächenbedarf für ein zeitgemäßes Schul- und Hortgebäude wäre demnach so groß, dass man das alte Gebäude mit Anbauten versehen müsste, die etwa noch einmal dessen Grundfläche hätten. Dazu kämen bauliche Probleme, wie die zu erreichende Barrierefreiheit. Zusammen mit dem Flächenbedarf für Turnhalle und Sportplatz wäre das Schulgrundstück dann überfordert. Die Suche nach Alternativgrundstücken in städtischem Besitz sei erfolglos geblieben. Das Gasthofgebäude gegenüber wurde als Schulgebäude verworfen, da aus organisatorischen und unfallrechtlichen Gründen alle Schul- und Hortfunktionen auf dem Schulgrundstück zu vereinen seien.
Daher entschied man sich für Abriss und Neubau. Das neue Schulgebäude soll rechtwinklig mit zwei etwa gleich langen dreigeschossigen Flügeln entlang der Straßen Altrochwitz und Hutbergstraße errichtet werden. Auf dem Schulgelände sollen eine Einfeld-Sporthalle, die auch der öffentlichen Nutzung zur Verfügung stehen wird, sowie eine kleine "Sportfreianlage" (Weitsprunganlage, Laufbahn etc., aber kein Spielfeld) entstehen (vgl. Skizze). Die Baukosten werden auf etwa 8 Millionen Euro veranschlagt.

Skizze des geplanten Schulneubaus
Skizze des geplanten Schulneubaus (nicht maßstäblich)
Die Vertreter der Stadt sahen sich mit kritischen Einwänden von Seiten der Rochwitz-Runde, des Siedlervereins und des Abgeordneten Piwarz konfrontiert (Letzterer besuchte selbst 8 Jahre diese Schule). Die Einwände betrafen das allzu leichtfertige Beseitigen des traditionsreichen Gebäudes sowie Befürchtungen, der Neubau werde das Ortsbild beeinträchtigen.
Die Leiterin der Schule, Frau Rogalla, betonte hingegen die Dringlichkeit eines Neubaus für einen normalen Unterrichtsbetrieb und verwies auf die unzureichenden sanitären Anlagen. Noch extremer ist die Situation für den Hort, der derzeit nur über einen Raum verfügt.
Von Seiten der Stadt wurde betont, dass der Neubau sich in Kubatur und Gestaltung an die umliegenden ländlichen Gebäude anpassen werde. Zu den Vorgaben für die Architekten gehöe auch der Einbau der Schuluhr in das neue Gebäude. Ebenso sei die Wiedererrichtung des Bismarcksteins geplant.
Im Rahmen eines VOF-Verfahrens werden 5 Architektenentwürfe eingeholt. Die Ergebnisse sollen am 28. und 29. November 2013 vorgestellt werden. Die Rochwitzer Vereine können einen beratenden Vertreter in die Auswahlkommission des Architekten-Auswahlverfahrens entsenden.
Die Ortsamtsleiterin Frau Günther sagte zu, das Projekt nach Vorliegen der Entwürfe auf einer Ortsamtssitzung vorzustellen.
Eine Änderung der verkehrstechnischen Erschließung ist nicht Bestandteil der aktuellen Bauplanungen.
Im Januar 2014 wird die Vergabe erfolgen. Die Baumaßnahme soll vom Februar 2016 bis zum Januar 2018 dauern. Während dieser Zeit wird die Schule in einen noch nicht festgelegten Standort ausgelagert.

Aufgabe der Rochwitzer wird es nun sein, die Planung kritisch zu begleiten und auf Einhaltung der gemachten Zusagen zu achten.
10/2013: "Die alte Schule tut's nicht mehr"
Die Sächsische Zeitung vom 09.10.2013 schrieb:
"Zu wenige Räume, zu kleines Außengelände: In Rochwitz muss ein Neubau her. Doch bei dem wollen die Anwohner mitreden.
Aufruhr in Rochwitz. Seitdem bekannt wurde, dass die Rochwitzer Schule abgerissen werden soll, äußern die Anwohner ihr Unverständnis. Und nicht nur sie. Dresdner aus der ganzen Stadt machen sich Sorgen, dass das 131 Jahre alte Gebäude verschwinden muss. Denn viele haben hier ihre Schulzeit verbracht und wissen, wie stark das Haus den Charakter des Ortes prägt. „Ich habe zahlreiche Anrufe und Briefe von besorgten ehemaligen Schülern bekommen“, sagt Reiner Breitfeld, der Chef des Siedlervereins.

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Piwarz ist in Rochwitz zur Schule gegangen. Gemeinsam mit dem Siedlerverein hat er sich vor wenigen Tagen bei der Stadt informiert, warum das Haus einem Neubau weichen soll. Der Leiter des Schulverwaltungsamtes Falk Schmitdgen hat dafür eine kleine Führung durch die Schule gestaltet. Dabei hat er auf die Treppen verwiesen, die eine Aufnahme von behinderten Schülern verhindern. Zudem gebe es viel zu wenige Räume für Schule und Hort. „Wir haben überlegt, das Haus durch einen Anbau zu erweitern. Doch dann wäre zu wenig Platz für einen Turnhallenneubau auf dem Gelände“, sagt Schmidtgen. Und um die komme man nicht herum. „Die jetzige Turnhalle ist viel zu klein und die Schüler müssen dafür eine Straße überqueren“, so der Schulamtsleiter.
Das Hochbauamt der Stadt sehe keine Alternative zum Abriss des alten Hauses. „Aber wir bemühen uns wichtige Details, wie die Uhr oder Schmuckornamente in den Neubau zu integrieren“, so Schmidtgen. In Kürze wolle man fünf bis sechs Architekturbüros gewinnen, die Vorschläge erarbeiten sollen. „Die Schule soll dabei Mitspracherecht bekommen“so Schmidtgen. Das wünscht sich auch Christian Piwarz, der oft genug in seiner früheren Zeit als Loschwitzer Ortsbeirat erlebt habe, dass die Stadt erst über Bauprojekte informiert, als alles in Sack und Tüten war. „Die Bürger müssen hier einbezogen werden“, sagt der Landtagsabgeordnete.
Die Schule soll ab 2016 innerhalb von zwei Jahren neu errichtet werden. In dieser Zeit müssen die Kinder in einer Ausweichschule lernen. Rund acht Millionen Euro sind für das Projekt vorgesehen."

10/2013: Weidners Sanatorium
Die Sächsische Zeitung vom 05.10.2013 schrieb:
"Wohnen in der Kuranstalt
In Weidners Sanatorium erholten sich Filmstars dank Wachwitzer Höhenluft. Helios behandelte hier später Krebspatienten. Jetzt entsteht daraus ein nobles Quartier.
Eugen Weidner hatte einen Blick für die außergewöhnliche Lage. Auf den Höhen des Elbhanges, in unmittelbarer Nähe zu Schloss Wachwitz, ließ der bekannte Dresdner Arzt drei repräsentative Gebäude errichten. Doch seit vier Jahren liegt die einstige Klinik im Dornröschenschlaf. Nur die gepflegten Anlagen mit uralten Rhododendren erinnern an die goldenen Jahre. 1916 eröffnete Weidner sein Sanatorium am Königspark mit 80 Betten und 100 Mitarbeitern. Prominente Gäste aus dem In- und Ausland wie Heinz Rühmann kamen zahlreich, kannten sie den Arzt doch bereits aus seiner Zeit am Lahmann-Sanatorium. Von dort hatte Weidner auch inhaltlich einiges für seine „diätisch-physikalische Heilanstalt“ übernommen. Gymnastiksäle und Badekabinen waren ebenso vorhanden wie eine Sonnenterrasse und eine Kegelbahn. Die Gäste liebten das Haus und seine reizvolle Umgebung.

Auch heute noch strahlt das denkmalgeschützte Gebäudeensemble ein gediegenes Flair aus. Und das, obwohl es harte Jahre als sowjetisches Militärlazarett sowie Tuberkulose-Klinik der kasernierten Volkspolizei und später der Nationalen Volksarmee hinter sich hat. 1991 übernahm die Humaine-Gesellschaft das Haus und richtete darin eine onkologische Fachklinik ein. Krebspatienten kamen aus dem gesamten Regierungsbezirk und genossen trotz ihrer Krankheit den Ausblick auf Dresden. 2006 ist das Areal, in dem sich bis 2009 auch die Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik der Uniklinik befand, an den Helios-Konzern übergegangen. Helios erweiterte die medizinische Bandbreite, doch das führte nicht zur erhofften stärkeren Auslastung. 2009 musste die Einrichtung schließen. Sicherheitsdienst und Gärtner kümmern sich bis heute darum, dass Vandalen keine Chance hatten und die Natur nicht zu üppig wurde. Ansonsten tat sich nichts im früheren Wellnesstempel.
Nicht, dass die Dresdner Immobilienunternehmen kein Interesse an der Anlage gezeigt hätten. Doch über den Kaufpreis wurde sich Helios letztlich erst mit dem Projektentwickler ABG mit Hauptsitz in München einig. Dieser will das einstige Sanatorium zu einer außergewöhnlichen Wohnanlage umbauen.
Rund 90 Wohnungen sollen zwischen Krüger- und Malerstraße entstehen. 56 davon in den drei denkmalgeschätzten Häusern. Dazu kommen zwei dreigeschossige Mehrfamilienhaus-Neubauten auf dem jetzigen Parkplatz. Eine Tiefgarage bietet für jede Wohnung einen Stellplatz. Die Preise für die Wohnungen werden in zwei Monaten feststehen, sagt der beauftragte Makler Christian Falkenberg. Eine Baugenehmigung habe die Stadt bereits erteilt.
Hinter dem Kutscherhaus wird eine Teilfläche an der Malerstraße verkauft. Darauf entstehen zwei moderne Einfamilienhäuser. Auch die Weidnersche Villa, unterhalb des sogenannten Logierhauses, hat bereits Interessenten gefunden und wird extra verkauft. Betreutes Wohnen ist für das Bettenhaus aus DDR-Zeit geplant.
Die Zeit der Ruhe wird bald vorbei sein. Dann erwartet das Sanatorium im neuen Kleid zum zweiten Mal interessante Bewohner."

09/2013: Weitere Pläne zum Abriss und Neubau der Rochwitzer Schule
Die Sächsische Zeitung vom 25.09.2013 schrieb:
"Abriss der Schule sorgt für Ärger im Ort
Seitdem bekannt wurde, dass das Rochwitzer Schulhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden soll, sind die Anwohner in Aufruhr. „Viele haben sich an mich gewandt, weil sie nicht verstehen, warum die Stadt das 131 Jahre alte Schulhaus abreißen will. Das Gebäude prägt den Charakter des Ortskerns“, sagt Reiner Breitfeld vom Siedlerverein. „Ein Rochwitzer kümmert sich um die Instandhaltung der alten Schuluhr. Gerade erst ist eine Feuerschutztreppe angebaut worden. Niemand versteht, dass es keine Alternative zum Abriss gibt“, so Breitfeld. Er will gemeinsam mit anderen einen Gesprächstermin mit dem Schulverwaltungsamt vereinbaren, um nach Kompromissen zu suchen. Die Stadt will ab 2016 aus Kapazitätsgründen eine neue Schule bauen."
Die Sächsische Zeitung vom 20.09.2013 schrieb:
"Rochwitz bekommt neue Grundschule
Die Tage der 131 Jahre alten Grundschule an der Hutbergstraße sind gezählt. Das Haus soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das bestätigte gestern Schulverwaltungsamtsleiter Falk Schmidtgen. "Die Bausubstanz des alten Hauses lässt eine Erweiterung auf zwei Züge nicht zu", so Schmidtgen. Deshalb will die Stadt ab Februar 2016 neu bauen. Innerhalb von zwei Jahren soll die Schule entstehen. Die Kinder müssen in dieser Zeit in einer anderen Einrichtung lernen. Wo das sein wird, ist noch nicht klar, so Schmidtgen. Die Schulleitung werde aber rechtzeitig über die Auslagerung und die Planung informiert. Rund zehn Millionen Euro soll der Neubau kosten, sagt der Amtsleiter. Das haben Kostenschätzungen ergeben. In Rochwitz gibt es kritische Stimmen zum Abriss der alten Schule. Sie präge das Erscheinungsbild des Ortskerns mit der alten Uhr stark. Zudem sei das Haus teilweise saniert worden, sagt Reiner Breitfeld vom hiesigen Siedlerverein."
Anmerkung der Rochwitz-Runde:
Der Artikel bezieht sich auf eine Aussage auf der Sitzung des Ortsbeirats Loschwitz am 18.09.2013 nach einer Anfrage des Siedlervereins Oberrochwitz.
Dem Siedlerverein war noch im August eine schriftliche Mitteilung der Stadtverwaltung zugegangen, in der auch von einer Rekonstruktion und Erweiterung durch einen Anbau die Rede war.
07/2013: Pläne für Wohnungen in Weidners Sanatorium (ehemals Helios-Klinik)
Auf der Sitzung des Ortsbeirats Loschwitz wurden Pläne zur Umnutzung der Gebäude von Weidners Sanatorium in Oberloschwitz für Wohnzwecke vorgestellt. Die alten Sanatoriumsgebäude einschließlich der Klinikbauten aus den Nachkriegszeit sollen zu Wohnungen bzw. Einrichtungen für betreutes Wohnen umgebaut werden. Entlang der Einfahrt von der Krügerstraße sollen drei neue Eigenheime entstehen. In diesem Zusammenhang ist auch eine Namensgebung dieses Straßenabschnitts geplant.

Die Sächsische Zeitung vom 05.07.2013 schrieb:
"Einstige Helios-Klinik wird Wohnpark.
Eine Münchner Firma hat das Wachwitzer Areal gekauft und will dort 92 große Eigentumswohnungen bauen.
Lange tat sich nichts in der ehemaligen Helios-Klinik an der Krügerstraße. Ende 2009 wurde die Einrichtung geschlossen. Die Patienten der Spezialklinik für Krebserkrankungen mussten danach zur Behandlung ins Krankenhaus Friedrichstadt. Helios suchte lange nach einem Käufer für das denkmalgeschützte Areal. Nun hat der Immobilien-Projektentwickler ABG mit Hauptsitz in München die Klinik gekauft.
„Wir hatten in einer anderen Angelegenheit Kontakt zu Helios, die uns das Wachwitzer Objekt anboten“ sagt ABG-Prokurist Ernst Bayerstorfer. „Es ist fantastisch gelegen, und die Häuser sind wunderschön. So ist die Kaufentscheidung gefallen.“ Geplant sei, die Altbauten zu sanieren und auf dem Gelände des jetzigen Parkplatzes an der Krügerstraße zwei Neubauten zu errichten. Darunter soll eine Tiefgarage entstehen. Insgesamt sind 92 große Eigentumswohnungen geplant. Für den Neubau aus DDR-Zeit gebe es zunächst noch keine Ideen. Er werde vorerst nicht saniert. Die Zufahrt solle künftig nur von der Krügerstraße erfolgen.
„Wir haben bei der Stadt die Baugenehmigung beantragt, sie aber noch nicht erhalten“, sagt Bayerstorfer. Im Vorfeld habe es lange gedauert, vieles mit den Ämtern zu klären. Das Areal liegt auf drei Gemarkungen, Loschwitz, Rochwitz und Wachwitz. Da seien viele Abstimmungen nötig gewesen. „Wann Baubeginn sein wird, ist jetzt noch nicht zu sagen. Mit dem Neubau wollen wir nicht im Winter starten. Aber möglicherweise könnte die Entkernung in den denkmalgeschützten Gebäuden bereits dieses Jahr beginnen“, sagt Bayerstorfer. Auch die Preise der Wohnungen ständen noch nicht fest. „In Dresden bewegt sich der Immobilienmarkt zur Zeit sehr stark, sodass wir hier noch beraten müssen“, so der Prokurist.
Das 1914 als Dr.-Weidner-Sanatorium bebaute Areal steht unter Denkmalschutz und wurde 1991 von der Humaine-Gesellschaft für Klinikmanagement übernommen. Die gab es 2006 an den Helios-Konzern weiter, der bis Ende 2009 den Klinikbetrieb aufrecht erhielt. Helios begründete die Schließung damals nicht mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Vielmehr wolle man sich nicht allein auf Krebspatienten spezialisieren. Mit der ABG-Unternehmensgruppe hat eine Firma das Objekt erworben, die zahlreiche bekannte Gebäude in Berlin, Frankfurt/Main und anderen Städten gebaut hat. Darunter die Ericusspitze in der Hamburger Hafen-City."

06/2013: Abriss der Rochwitzer Schule und Ersatzneubau
EB: Nach bisher noch nicht von offizieller Seite bestätigten Informationen plant die Stadt Dresden in etwa zwei Jahren den Abriss des 130 Jahre alten Rochwitzer Schulgebäudes und einen Neubau an gleicher Stelle. Das nicht unter Denkmalschutz stehende Gebäude sei in seiner Substanz nicht mehr erhaltenswert bzw. den Erfordernissen an moderne Raumaufteilung anpassbar.
Bereits seit Jahren unterbleiben dringende Erhaltungsarbeiten. So ist zum Beispiel das Dach an vielen Stellen undicht. Noch 2011 waren im Inneren des Gebäudes Brandschutzinvestitionen erfolgt. Die nun bekannt gewordenen Pläne erklären auch das merkwürdige Provisorium der damals angebauten Fluchttreppe.
Im Oktober letzten Jahres hatte die Schule unter großer Anteilnahme der Rochwitzer Bürger ihr 130-jähriges Jubiläum begangen.
03/2013: Historische Wegsäule steht wieder an ihrem Platz
EB: Nach Abschluss der Straßenbauarbeiten wurde die Sandsteinsäule in Oberrochwitz an der Ecke Krügerstraße / Rodelweg wieder aufgestellt. Sie weist nicht nur Wanderern den Weg nach Pappritz, Bühlau und Loschwitz, sondern ihre Beschriftung bildet auch die Grundlage einer Rechenaufgabe für Freunde des Geocaching unter der Bezeichnung GC2NVA1.
Die Restaurierung der Wegsäule übernahm freundlicherweise Herr Richter (Richter & Co. Bauelemente GmbH).
02/2013: Rochwitzer Dorfteich fertig erneuert
Pressemitteilung der Stadt Dresden:
"Im Rahmen der städtischen Gesamtbaumaßnahme „Buslinie 84 und Entwässerung Altrochwitz" erneuerten Mitarbeiter des Umweltamtes gemeinsam mit dem Straßen- und Tiefbauamt und in Zusammenarbeit mit der Dresdner Stadtentwässerung den Rochwitzer Dorfteich. Die Kosten betragen 158 000 Euro.  Der Rochwitzer Dorfteich speist den Oberrochwitzer Graben, der in den Wachwitzbach mündet. Bis Oktober 2012 gestalteten Fachleute innerhalb eines Jahres das gesamte Dammbauwerk des Teiches neu. Durch die Erhöhung des Dammes und die Verbreiterung des Teiches fasst das Gewässer nun größere Wassermengen und bietet dadurch den notwendigen Rückhalteraum für Niederschlagswasser. Gleichzeitig bauten Arbeiter ein neues Drosselbauwerk, das den Abfluss reguliert.
„Mit dem Ausbau des Teiches leisten wir einen Beitrag zum Hochwasserschutz in Altrochwitz. Bei starken Niederschlägen kommt es somit nicht mehr so leicht zu Hochwasser oder wild abfließendem Wasser", erklärt Jens Rasche, zuständiger Sachbearbeiter im Umweltamt.
Der Naturschutz wurde im Zuge der Erneuerung nicht vernachlässigt: Zum Schutz der im Teich lebenden Lurche und Frösche pausierten die Bauarbeiten von März bis September 2012. Im Frühjahr setzt die jährliche Laichwanderung ein und im Laufe des Sommers schließen die Amphibien ihre Entwicklung ab."
01/2013: E-Plus plant die Errichtung eines 40 Meter hohen Mobilfunk-Sendemasten im Rochwitzer Busch
Aus dem Protokoll der Sitzung des Ortsbeirates Loschwitz am 16. Januar 2013:
"Frau Timm von Alcatel-Lucent und Herr Meißner von ECO Immobilien & Mobilfunkservice,
welche im Auftrag von E-Plus das Vorhaben betreuen, stellen die geplante Errichtung des UMTS-Masten kurz vor. Dieser soll auf dem Grundstück des Wasserbehälters an der Krügerstraße 80 errichtet werden. Ziel ist, die bestehende Versorgungslücke des E-Plusnetzes, vor allem in Rochwitz, abzudecken. Um eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes zu mindern, wurde ein Standort im Wald gewählt, sodass nur eine 10 m hohe Spitze des Turms sichtbar sein wird. Da sich der Standort hinter einem Hügel befindet, wird der Mast vom Elbufer nicht sichtbar sein. Hierzu wurde ein auf 40 m ausgefahrener Hubwagen (geplante Masthöhe) auf dem Grundstück aufgestellt und von verschiedenen Standorten aus fotografiert. Die Aufnahmen wurden in der Präsentation gezeigt.
Herr Wosnitza erkundigt sich nach den möglichen Auswirkungen auf die nächstgelegene Wohnbebauung. Frau Timm händigt dem OBR hierzu eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur aus. Demnach gilt bereits ein Sicherheitsabstand ab 6,5 m zu den auf 38 m Höhe befindlichen Bezugsantennen als unbedenklich.
Herr Detemple hinterfragt die Notwenigkeit jedes Betreibers eigene Funkmaste zu errichten. Er erkundigt sich nach etwaigen Baumfällungen und bittet auch den anwesenden Bürgern das Wort zu erteilen. Hiergegen gibt es keine Einwände. Frau Timm erklärt, dass sich grundsätzlich alle Betreiber die Mitbenutzung deren Infrastruktur gestatten, E-Plus jedoch noch Nachholbedarf zum Ausbau eines eigenen UMTS-Netzes habe.
Herr Meißner schätzt, dass drei Bäume gefällt werden müssen.
Herr Dr. Breitfeld kritisiert eine unterbliebene Aussage zur Feldstärkenverteilung der Anlage und weist auf die damit möglichen Auswirkungen für die Anwohner hin. Frau Timm entgegnet, dass diese nicht Bestandteil des Genehmigungsverfahrens sei.
Herr Deutscher weist auf die Nähe zu dem Landheim „Wichernhütte“, welches oft von Kindern frequentiert wird, hin. Auch wenn der Turm seitens der Elbe nicht sichtbar sein sollte, stört er seiner Meinung nach das Landschaftsbild von den anderen drei Seiten.
Frau Haufe berichtet aus eigener Erfahrung im Bereich des Mobilfunkmastes Quohrener Straße/Hornweg, dass nach ihrer Auffassung durch Blitzeinschläge in Mobilfunkmaste Telefonanlagen beschädigt werden können.
Herr Burkhardt kann die Bedenken um die Standortwahl nicht verstehen und hält diesen für sehr gelungen. Die Vorbehalte bezüglich der Strahlung kann er in Betracht der sich auf vielen Wohnhäusern befindlichen Funkanlagen nicht teilen. Die Erfahrungen von Frau Haufe zur Zerstörung von Mikroelektronik durch elektromagnetische Entladungen kann er bestätigen.
Durch die Vertreterinnen des Stadtplanungsamtes wurde mitgeteilt, dass das  Genehmigungsverfahren für dieses Bauvorhaben noch nicht abgeschlossen ist. Das Grundstück befindet sich im Außenbereich. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wird geprüft, ob dem Vorhaben öffentliche Belange entgegen stehen. Ob eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes vorliegt, wird im Verfahren geprüft."
11/2012: Altrochwitz: Straßen ab 24. November wieder uneingeschränkt befahrbar
Pressemitteilung der Stadt Dresden:
"Ab 24. November sind Krügerstraße, Hutbergstraße, Gönnsdorfer Straße, Bühlauer Straße und Altrochwitz wieder uneingeschränkt befahrbar. Für die Buslinie 84 nach Rochwitz trifft das bereits seit 19. November zu. Im September 2011 begann im Auftrag des Straßen- und Tiefbauamtes, der DREWAG Stadtwerke Dresden und der Stadtentwässerung Dresden die Erneuerung und Asphaltierung der genannten Straßen im Dorfkern Altrochwitz. Darüber hinaus wurden nördlich der Krügerstraße ein Parkplatz eingerichtet, Entwässerungskanäle saniert bzw. neu gebaut und Versorgungsleitungen der DREWAG und der Telekom erneuert. Die Baukosten für den reinen Straßenausbau betragen etwa 1 200 000 Euro."
11/2012: Rochwitzer Bäcker bangt um sein Geschäft
Sächsische Zeitung 02.11.2012:
"Das Weihnachtsgeschäft bringt etwas Geld in die klamme Haushaltskasse der Bäckerei Ringel in Rochwitz. Und das ist auch dringend nötig. Denn seit der Rochwitzer Ortskern eine einzige Baustelle ist, hat Inhaber Stefan Reck kaum noch Laufkundschaft. In Zahlen bedeutet das eine Umsatzeinbuße von etwa 35 Prozent. Auch wenn es schwer fiel, musste der 32-Jährige handeln und seiner Bäckereiverkäuferin Ute Eisold die Vollzeitstelle kündigen. Jetzt arbeitet sie auf einer 165-Euro-Basis bis der ganze Spuk wieder vorbei ist.
„Ich musste vorher schon mit relativ wenig Geld auskommen“, sagt die 58-Jährige. „Jetzt wird es richtig knapp.“ Hartz IV will sie aber nicht beantragen. Dafür habe sie nicht ihr ganzes Leben gearbeitet, allein neun Jahre in der Bäckerei Ringel. „Mein Chef unterstützt mich“, sagt sie. „Beim Stollenverkauf kann ich auch etwas mehr arbeiten und im nächsten Jahr dann wieder voll.“
Baustelle als Abzockfalle
Grund der Misere ist die Baustelle direkt vor der Bäckerei. Seit dem vergangenen Jahr saniert die Stadt für rund eine Million Euro die Krüger-, Hutberg-, Gönnsdorfer, Bühlauer Straße und Altrochwitz: also den gesamten Ortskern. Da die Bäckerei an der Gönnsdorfer Straße liegt, ist sie seitdem von den Arbeiten direkt betroffen. Zeitweise war sie sogar von drei Baustellen eingekesselt.
Derzeit wird nur noch die Trasse Altrochwitz gebaut. Deshalb ist die Hutbergstraße im Ortskern als Einbahnstraße ausgeschildert. Wer also von der Krügerstraße kommt, kann die Trasse passieren, von der Gönnsdorfer Straße aus ist das nicht möglich. Die Autofahrer müssen in dem Fall die weite Umleitung über die Hutberg- und Quohrener Straße nach Bühlau zur Bautzner Straße nehmen. Da erscheint es natürlich verlockend, die 50 Meter entgegengesetzt der Einbahnstraße zu fahren. „Genau um die Ecke lauern aber oft Polizisten und kassieren 20 Euro Strafe“, sagt Stefan Reck. „Die meisten Leute haben keine Lust, den Umweg zu fahren, Strafe zu zahlen oder zu laufen. Deshalb kommt außer meinen Stammkunden auch niemand mehr vorbei.“ Eine Ampelregelung wäre an dieser Stelle die bessere Lösung. Die sei aber laut Rathaussprecherin Sigrun Harder „verkehrsrechtlich nicht möglich“.
Aber nicht nur Stefan Reck und Ute Eisold sind genervt. Auch die Anwohner der Rochwitzer Siedlung sind heilfroh, wenn die Bauarbeiten am 20. November abgeschlossen sind. „Gerade wenn man früh in die Stadt will oder auf Arbeit muss, ist die Umleitung eine Belastung“, sagt Reiner Breitfeld. Er ist zwar Rentner, aber trotzdem viel unterwegs. Der kritischste Punkt ist am Ullersdorfer Platz. Das Linksabbiegen auf die Bautzner kann da schon einmal eine Viertelstunde dauern.
Sein Geheimtipp: Er biegt in Bühlau rechts ab und wendet an der Tankstelle. Das geht oft um einiges schneller. Ansonsten heißt es aber abwarten. Denn in drei Wochen ist hoffentlich alles vorbei."
10/2012: Margot Honecker hat hier Pioniere besucht
Sächsische Zeitung 10.10.2012:
"Die Rochwitzer Schule hat schon bessere Zeiten erlebt. Als sie 1882 an der Hutbergstraße 2 entstand, war sie ein modernes Haus für die Kinder der Gemeinde. Bis 1934 wurde die Schule viermal erweitert und umgebaut, weil immer mehr Kinder kamen. Von anfangs zwei wuchs die Anzahl der Klassenräume auf sieben. Als Rochwitz 1921 in Dresden eingemeindet wurde, wurde aus ihr die 61. Volksschule. Heute trägt das Haus noch immer die Nummer 61, ist aber eine Grundschule. Bis unters Dach ist das Haus ausgelastet. 130 Kinder lernen hier, fast doppelt so viele wie in der DDR. Um den steigenden Schülerzahlen einigermaßen gerecht zu werden, sollen im nächsten Schuljahr Container aufgestellt werden. Nur so können die zwei neuen ersten Klassen untergebracht werden. Das Jubiläum war Anlass, sich tiefer mit der Geschichte des Hauses zu beschäftigen. „Wir konnten dafür die Historiker der Rochwitzer Runde gewinnen, die unsere Kinder unterstützen“, sagt Schulleiterin Regine Rogalla. Zur großen Schulfeier am morgigen Donnerstag von 15 bis 19 Uhr werden auf fünf großen Schautafeln historische Fotos und Dokumente ausgestellt. Teile davon haben die Historiker auf dem Dachboden der Schule gefunden. „Es war eine erstaunliche Fundgrube“, sagt Marlies Behrisch. „Wir haben unter anderem entdeckt, dass Margot Honecker, die damals noch nicht verheiratet war und noch den Namen Feist trug, Anfang der 50er-Jahre die Pioniere der Schule besucht hat“, sagt Behrisch.
Nicht allein Historisches wird zum Fest gezeigt. Die Kinder des Hortes spielen um 16 Uhr das Stück Ophelia, es gibt Kaffee und Kuchen, sowie Knüppelkuchen am Lagerfeuer. Alle Anwohner, ehemalige Schüler und Lehrer sind herzlich zum Fest eingeladen."
07/2012: Bohrung  für Abwasserleitung durch Fels im Wachwitzgrund
Sächsische Zeitung 31.07.2012:

"Völlig unbeachtet von der Öffentlichkeit lief im Wachwitzgrund eine nicht alltägliche Aktion. Im Auftrag der Stadtentwässerung wurde dort in den letzten Wochen eine 35 Zentimeter dicke Bohrung durch den Fels getrieben, die eine 240 Meter lange Abwasserleitung aufnehmen wird. Die erste ihrer Art in Dresden. Doch das Vorhaben war nicht so leicht wie angenommen. Acht Wochen mit Unterbrechungen haben die Spezialisten der Leitungsfirma gebraucht, ehe sie den Vortrieb von der Rochwitzer Karpatenstraße bis in den Wachwitzgrund geschafft hatten. Denn das Porphyr-Gestein war zwar vorher untersucht worden, doch es war von so vielen Bröchen durchzogen, dass einzelne Felsstücke immer wieder die gerade gebohrte Leitung blockierten. "Das hat uns einige Wochen Verzögerung gekostet", sagt norman Wonka, Teamleiter Investition bei der Stadtentwässerung. Hinzu kam, dass der Fels an der Austrittsstelle im Wachwitzgrund bröckelte und von der Bergsicherung fachmännisch abgedeckt werden musste. Erst dann konnten die Leitungsbauer weiterarbeiten. Die Führung des Bohrkopfes wurde mithilfe eines künstlich erzeugten Magnetfeldes gesteuert. "Dafür hat die beauftragte Firma einen Experten aus Großbritanien geholt, der Magnetbänder auf den Fels gelegt und den Bohrkopf auf dem Rechner ständigt geortet hat", sagt Wonka. So konnte die Bohrung dicht entlang der errechneten Linie erfolgen. "So konnte die Bohrungdicht entlang der errechneten Linie erfolgen. " Wir sind im Wachwitzgrund nur zehn Zentimeter von der geplanten Austrittsstelle herausgekommen. Das ist für das sogenannte Wireline-Verfahren sehr genau", sagt der Mitarbeiter der Stadtentwässerung. Vier Stunden hat es gestern gedauert, bis die flexible Leitung durch das dreimal geweitete Bohrloch zur Karpatenstraße gezogen wurde. 70 Meter Höhenunterschied wurden damit überwunden. Die Abwässer von rund 50 Anwohnern der Karpatenstraße können jetzt über die Leitung in den Wachwitzgrund und von dort weiter nach Kaditz geleitet werden. "Diese Bohrung ist im Vergleich zum Bau eines Pumpwerkes günstiger und spart Instandhaltungs- und Energiekosten", sagt Wonka. In 17 Jahren hat sich die Investition rentiert."

07/2012: Trinkwasserleitung wird neu verlegt
Sächsische Zeitung 14.07.2012:
Die Drewag nutzt den aktuellen Straßenbau in Rochwitz, um auf der Rochwitzer Straße eine 800 Meter lange, neue Trinkwasserleitung zu verlegen. Die Arbeiten beginnen am Montag und dauern bis Anfang September. Angewandt wird dabei das sogenannte Berst-Lining-Verfahren, bei dem die alte Leitung zerdrückt und eine neue PE-Leitung eingezogen wird. Dazu muss die Straße nicht komplett aufgegraben werden. Stattdessen werden nur Kopflöcher gebohrt, von denen aus gearbeitet wird. Insgesamt investiert die Drewag in den Leitungsneubau 145000Euro.
07/2012: Neue Lampen für zwei Rochwitzer Straßen
Sächsische Zeitung 20.07.2012:

"Die Freileitungen für Straßenlaternen sollen in Rochwitz bald verschwunden sein. Das Straßen- und Tiefbauamt lässt auf Teilstücken der Straßen Auf der Höhe und Herrenbergstraße eine neue, erdverkabelte Straßenbeleuchtung bauen. Bis zum 10. August sollen die Arbeiten beendet sein. Rund 14500 Euro kostet der Umbau, der die veraltete Technik der Freileitungen ablöst.
Installiert werden technische Leuchten auf Stahlmasten, die sich an denen auf der angrenzenden Krügerstraße orientieren, sagt Stadtsprecherin Anke Hoffmann. Allerdings haben sie keinen Ausleger, und die Leuchte hängt tiefer. Das Straßen- und Tiefbauamt habe sich bei der Lampenauswahl an die Vorgaben des Gestaltungshandbuches gehalten, so Hoffmann. Erst kürzlich war es zum Streit mit Anwohnern gekommen, weil auf dem Dorfplatz technische Leuchten eingebaut werden sollten. Durch das Engagement der Bürger hat die Stadt jetzt kleinere und passendere installiert."

02/2012: Stadt gibt im Lampenstreit nach
Sächsische Zeitung 24.02.2012:
"Die Bewohner des Rochwitzer Dorfkerns jubeln. Ihr Kampf gegen die von der Stadt vorgesehenen sechs Meter hohen technischen Leuchten zwischen den niedrigen Fachwerkhäusern hatte Erfolg. Statt der dominanten Riesenleuchten werden jetzt vier Meter hohe Lampen eingebaut, die dem Charakter der historischen Bebauung entsprechen. „Wir sind sehr glücklich über die Entscheidung des Straßen- und Tiefbauamtes“, sagt Stephanie Böhm. Gemeinsam mit weiteren Familien, die auf der Bühlauer, Pappritzer und Gönnsdorfer Straße sowie Altrochwitz wohnen, hat sie vor wenigen Tagen den Verein „Alter Dorfkern Rochwitz“ aus der Taufe gehoben, um weiter auf die Gestaltung ihres Lebensumfelds Einfluss nehmen zu können. „Wir hoffen, dass unser Engagement auch dazu führt, an anderen Stellen der Stadt sensibel mit denkmalgeschützten oder erhaltenswerten Strukturen umzugehen“, sagt Böhm. Unterstützung bekamen sie in ihren Bemühungen von Grünen-Stadtrat Torsten Schulze. Er hatte im Stadtrat zum Rochwitzer Lampenstreit nachgefragt und geholfen, einen Kompromiss zu erzielen.
Reinhard Koettnitz, der Chef des Straßen- und Tiefbauamtes, begründet das Einlenken mit einem Planungsfehler. „Die für den Dorfkern geltende Erhaltungssatzung war bei der Lichtplanung nicht berücksichtigt worden. Das haben wir jetzt korrigiert“, sagt er. Gute Nachrichten hat er auch in Bezug auf Grünflächen, die beim Straßen-Ausbau eigentlich wegfallen sollten. Die Anwohner hatten dagegen ihr Veto eingelegt.
„Es ist in der Tat so, dass hier nur sehr kleine Grünflächen entstehen, die das Amt für Stadtgrün nicht mit vertretbarem Aufwand pflegen könnte. Deshalb unterbreiten wir den Anwohner ein anderes Angebot. Alle Flächen, die man vom Fußweg aus erreichen kann, könnten bepflanzt werden. Dazu müssten jedoch Pflegeverträge mit den Anwohnern abgeschlossen werden“, sagt Koettnitz. Dafür hatten die Rochwitzer bereits in einem Schreiben an die Stadt ihre Bereitschaft signalisiert. Traurig sind sie indes, dass es ihren charakteristischen Dorfbaum, der vor dem Straßenbau auf der Kreuzung von Pappritzer und Bühlauer Straße stand, nicht mehr geben wird.
„Zur Pflege dieses Baumes müssten die Anwohner immer durch den öffentlichen Verkehrsraum laufen und wären damit gefährdet. Für die Stadt könnten sich daraus juristische Konsequenzen ergeben. Dieses Risiko gehen wir nicht ein“, sagt Koettnitz. Torsten Schulze bedauert diese Haltung. „In alten Dorfkernen gibt es immer einen Baum, der den Charakter des Ortes wesentlich mitbestimmt“, sagt er. Auch Stephanie Böhm findet es traurig, dass anstelle des vorherigen Baumes nur noch Straßenfläche sein wird. „Dennoch danken wir allen beteiligten, dass eine gute Lösung für unseren Dorfkern gefunden wurde“, sagt sie."
02/2012: Rochwitzer wollen ihren Dorfbaum zurück
Sächsische Zeitung 15.02.2012:
"So groß die Freude über den Straßenbau in Rochwitz war, so schnell wich sie wieder dem Ärger. Denn nicht nur die geplanten sechs Meter hohen Lampen stoßen den Anwohnern des Dorfkernes bitter auf (die SZ berichtete). Auch die Tatsache, dass die Stadt die vorgesehenen Bäume nicht mehr pflanzen will, sorgt für Verstimmung.
Vor allem um den charakteristischen Dorfbaum an der Kreuzung zwischen Bühlauer und Pappritzer Straße sowie Altrochwitz wollen die Anwohner weiterkämpfen. Er schmückte bis Herbst letzten Jahres den einstigen Dorfplatz. Zu Ostern und zum Schulanfang wurde er mit bunten Anhängern dekoriert. Auf Nachfrage der Anwohner, warum die geplanten Bäume nun doch nicht gepflanzt werden sollen, teilte Gunther Hentschelmann vom Straßen- und Tiefbauamt mit, dass der Pflegeaufwand dafür zu hoch sei.
„Das stimmt nicht, denn der wenige Meter entfernte Spielplatz an der Pappritzer Straße wird auch von der Stadt gepflegt“, sagt Stephanie Böhm. Gemeinsam mit anderen Anwohnern hat sie den Verein Alter Dorfkern Rochwitz gegründet. „Wir haben kein Verständnis für die nachträglichen, intransparenten und dem Erscheinungsbild des Dorfkerns abträglichen Änderungen. Wir erwarten, dass die ursprüngliche Planung umgesetzt wird“, sagt sie. Das Amt für Stadtgrün hat auf die SZ-Anfrage seit mehreren Tagen nicht reagiert."
12/2011: 61. Grundschule soll jetzt schon zweizügig laufen
Sächsische Zeitung 16.12.2011:
"Die Diskussionen um den neuen Schulnetzplan reißen nicht ab. Der Loschwitzer Ortsbeirat Hans-Jürgen Burkhardt hat einen weiteren Fehler darin gefunden. „Die Stadt gibt die 61. Grundschule in Rochwitz einfach als zweizügige Einrichtung an, dabei läuft sie derzeit anderthalbzügig. Aufgrund der räumlichen Enge können immer nur abwechselnd eine Klasse und im darauffolgenden Jahr zwei Klassen aufgenommen werden“, so Burkhardt. Bereits beim Gymnasium Bühlau hatte die Stadt einfach eine bestehende Fünfzügigkeit angegeben, obwohl das neue Schulhaus lediglich für vier Züge ausgelegt ist. „So schönt das Schulverwaltungsamt seine Zahlen und schafft Plätze, die eigentlich gar nicht da sind“, sagt Burkhardt.
Besonders bedenklich sieht Burkhardt die Angabe der zweizügigen Rochwitzer Grundschule in Bezug auf Pläne, in Bühlau eine neue Grundschule zu etablieren. „Dann wird die Stadt sagen, wir haben auf dem Weißen Hirsch und in Rochwitz genügend Plätze. Doch das stimmt nicht“, so Burkhardt. Vor einigen Monaten hatte sich eine Bürgerinitiative für eine Bühlauer Grundschule gegründet, weil dort die meisten Kinder wohnen."
10/2011: Acker soll nicht bebaut werden
Die Grünen machen sich dafür stark, dass Grün- und Ackerflächen in Rochwitz künftig nicht bebaut werden dürfen. Einen entsprechenden Antrag bringen sie morgen im Loschwitzer Ortsbeirat ein, der um 17 Uhr im Ortsamt auf der Grundstraße 3 tagt. Speziell beziehen sich die Grünen auf die Ackerfläche zwischen Tännichtstraße und Crostauer Weg. Dort gebe es nicht nur wertvolle Böden, der Rochwitzer Hang sei auch ein Kaltluftentstehungs- und -abzugsgebiet. Bebauungen am Stadtrand sollten nicht mehr gefärdert werden.
09/2011: Nach langen Querelen startet am Montag der Bau auf der Krügerstraße
Sächsische Zeitung 23.09.2011:
"Seit Jahren verschoben, jetzt geht es endlich los: Ab kommenden Montag werden die Straßen des Rochwitzer Dorfkerns ausgebaut. Die für 14 Monate geplante Komplett-Erneuerung läuft in fünf Bauabschnitten, sagt Planer Ralf Niklisch vom Büro CIC. Lkws müssen im gesamten Zeitraum andere Strecken fahren. Gestartet wird auf der nördlichen Krügerstraße. Bis Anfang Dezember läuft der Verkehr per Ampelregelung an der Baustelle vorbei. Fußgänger müssen einen Umweg über den Parkplatz am Ballsaal in Kauf nehmen, auf dem zeitgleich gebaut wird. Einzelne Bushaltestellen werden verlegt.
Auch die Bühlauer Straße soll bis Dezember dieses Jahres erneuert werden und ist dafür voll gesperrt. Autos, die aus Richtung Bühlau kommen, fahren in der Zeit über die Gönnsdorfer Straße, die dann beidseitig geöffnet wird. Im kommenden Jahr geht es ab März auf der südlichen Fahrbahn der Krügerstraße weiter. Für ein Wochenende im April wird die Krügerstraße voll gesperrt, um Schwarzdecke aufzubringen.
Hutberg- und nördliche Gönnsdorfer Straße sind von April bis Juli im Ausbauplan. Beide sind dazu voll gesperrt. Der Verkehr läuft in dieser Zeit in beiden Richtungen über Altrochwitz. Schwierig wird es, wenn der südliche Teil der Gönnsdorfer Straße von Juli bis September 2012 dran ist. Dann kann die Buslinie 84 aus Blasewitz kommend nur bis zum Ballsaal fahren und wendet dort. Autofahrer aus Richtung Bühlau kommen nicht durch Rochwitz durch. Das gilt auch für den anschließenden Zeitraum von September bis November, wenn Altrochwitz ausgebaut wird. Den Auftrag hat die Firma Wolff&Müller erhalten, die für Bürgerprobleme beim Straßenbau Ansprechpartner ist."
08/2011: Rochwitzer feierten Siedlungsgründung
Sächsische Zeitung 30.08.2011:
"Die Rochwitzer feierten am Wochenende das 75. Jubiläum der Gründung der Oberrochwitzer Siedlung. „Das Wochenende war ein voller Erfolg“, sagt Reiner Breitfeld, Vorsitzender des Siedlungsvereins „Oberrochwitz“. Dieser hatte das Fest organisiert. Mit der Aufführung von „Pippi“ von Grundschülern in der vollen Turnhalle begannen die Feierlichkeiten. Auch die Gemäldeausstellung „Rochwitz vor 100 Jahren“ lockte viel interessiertes Publikum an. Zur Festveranstaltung im Ballsaal feierten etwa 130Gäste die Gründung der Siedlung und den 90. Jahrestag der Eingemeindung des Ortes."
08/2011: Oberrochwitz wird 75 Jahre alt
Sächsische Zeitung 25.08.2011:
"Nicht nur der 75. Jahrestag der Gründung der Siedlung Oberrochwitz wird am kommenden Wochenende gefeiert. Auch die Eingemeindung von Rochwitz zu Dresden jährt sich 2011 zum 90. Mal. In Zusammenarbeit mit Schule und Hort, Handwerkern und Künstlern hat der Siedlungsverein „Oberrochwitz“ ein Programm zusammengestellt. „Wir wollen mit allen Rochwitzern feiern“, sagt Vorsitzender Reiner Breitfeld. Am Freitag beginnt das Fest um 17.30 Uhr mit einer Aufführung in der Turnhalle. Dort wird das Stück „Pipi“ von Grundschülern gezeigt. Um 21 Uhr startet am Spielplatz auf der Pappritzer Straße ein Lampionumzug.
Siedlerfest am Sonnabend
Am Sonnabend findet dann das Siedlerfest statt. Von 13 bis 17 Uhr gibt es auf der Malschendorfer Straße eine Hüpfburg, Wettspiele und Musik von den „Dixi-Kids“. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Auf der Pappritzer Straße können Interessierte sich im Trabant- und Oldtimerfahren ausprobieren. Um 17 Uhr eröffnet Ortschronist Karl Richter im Rochwitzer Ballsaal eine Ausstellung zum Thema „Rochwitz vor 100 Jahren“. Danach findet eine Festveranstaltung statt.
Zum Abschluss des Festwochenendes kann am Sonntag von 10 bis 14 Uhr im Ballsaal getrödelt werden. Um 10 Uhr starten außerdem Führungen durch das alte Rochwitz. Die Siedlung Oberrochwitz wurde 1936 gegründet. Bis zum heutigen Tag sind die Grundstrukturen der Siedlung erhalten geblieben."
07/2011: Rochwitzer Ansichten eines Hobbymalers
Sächsische Zeitung 19.07.2011:
"In leuchtenden Farben hat Rolf Gäbel die Ansichten seines Heimatviertels Rochwitz gemalt. Als Vorlage dienten ihm alte Postkarten, auf denen unter anderem der Ballsaal, der Dorfplatz mit dem Teich und andere Motive zu sehen waren. „Ich male seit meiner Kindheit“, sagt der 71-jährige ehemalige Elektromeister. „Es hat mir Spaß gemacht, die Ansichten für unser Jubiläum auf die Leinwand zu bringen“, sagt Gäbel.
Zu sehen sind Gäbels Gemälde zum 75. Jahrestag der Gründung der Oberrochwitzer Siedlung, die sich zwischen Zaschendorfer, Krieschendorfer und Malschendorfer Straße erstreckt. Der Siedlerverein hat den Besitzer des Ballsaal gewinnen können, der die Örtlichkeit eigens dafür am 27. und 28. August öffnet. Auch darin hat Gäbel bereits sein Talent bewiesen und ein bisher übermaltes Wandgemälde restauriert. Jetzt ist es in voller Schönheit wieder zu bewundern.
Neben der Gemäldeausstellung haben die Rochwitzer Siedler ein großes Festprogramm vorbereitet. Die Schüler der 61. Grundschule führen am Freitag, dem 26. August, ihr Theaterstück „Pippi“ auf. Abends gibt es einen Lampionumzug. Tags darauf laden ein historisches Karussell, eine Schießbude und eine Kegelbahn für Kinder ein. In der Siedlung startet um 13 Uhr ein großes Kinderfest, zu dem auch die Dix-Kids aufspielen.
Auf der Pappritzer Straße sind Oldtimer ausgestellt, außerdem können die Gäste Trabant fahren. Die Galerie Göpfert lädt zum Tag der offenen Tür ein. Abends eröffnet Ortschronist Horst Richter die Ausstellung. Sie wird auch am nächsten Tag von 10 bis 14 Uhr geöffnet sein. Am Abschlusstag wird es um 10 Uhr eine Führung durch das alte Rochwitz geben, die bei Bedarf wiederholt werden kann. „Eingeladen sind nicht nur die Bewohner der Siedlung, sondern alle Rochwitzer“, sagt Siedlervereinschef Reiner Breitfeld."
07/2011: 61. Grundschule wird erweitert
Die Stadt will ein Gelände neben der 61. Grundschule für eine Erweiterung vorbereiten. Derzeit läuft die Ausschreibung für die Abrissarbeiten. „Die Fläche ermöglicht bei künftigem Bedarf eine Erweiterung der Schule, die jetzt mit maximal sechs Klassen geführt werden kann“, teilte Rathaussprecherin Anke Hoffmann mit. Es handelt sich um ein leer stehendes Wohnhaus und einige Nebengebäude. Sie seien für eine schulische Nutzung nicht interessant, so Hoffmann. Deshalb werden sie abgerissen, danach wird der Boden geebnet. Die Rochwitzer Grundschule ist eigentlich für 70 Kinder ausgelegt, im vergangenen Schuljahr lernten hier über 145 Mädchen und Jungen.
07/2011: Historische Bank am Tännicht ist wieder aufgestellt
Sächsische Zeitung 13.07.2011:
"Seit wenigen Tagen steht die Sitzbank auf der Krügerstraße am Rochwitzer Tännicht wieder. Der Bühlauer Holzbildhauer Alexander Lang hat die historische Sitzgelegenheit, die völlig kaputt war, über den Winter aufgearbeitet. Das Untergestell aus Grauguss wurde sandgestrahlt, die durchgefaulten Bretter durch neue ersetzt. Auf ihnen erinnert auch die originalgetreu nachgebildete Inschrift an den Pilzkundler Franz Engel, der 1949 ein Pilzbuch mit eigenen Zeichnungen herausgab. Bei vielen älteren Dresdnern steht dieses Bächlein, das mehrere Auflagen hatte, heute noch im Regal. Engel wohnte wenige Schritte vom Standort der Bank entfernt auf der Sierksstraße 11.
„Bei der Arbeit an der Bank kam meine Nachbarin vorbei und erzählte, dass sie dieses Buch auch besitzt“, sagt der Holzbildhauer. Inzwischen hat Lang selbst ein antiquarisches Exemplar erworben. Die Bretter, die er für die Bank verwendet hat, stammen übrigens von einer Eiche aus dem Revier Bühlau. Förster Thomas Stelzig war es auch, der den Auftrag für die Restaurierung der Bank erteilte. „Vor einiger Zeit hatte sich ein Anwohner erkundigt, ob man die Bank nicht wieder herrichten könne, weil es viele Spaziergänger, aber keine Sitzgelegenheiten in der Nähe des Rochwitzer Tännichts gebe“, sagt Stelzig. Rund 1000 Euro hat der Sachsenforst zur Verfügung gestellt, um die historische Bank zu erneuern. Wie lange sie aber schon an ihrem Platz an der Einfahrt zur ehemaligen Helios-Klinik steht, weiß keiner mehr so genau.
Holzbildhauer Lang kennt sich mit Bänken inzwischen aus. Er hat bereits die Jugendstilbank vor der Bäckerei Scheinert restauriert und viele andere. Mit Förster Stelzig arbeitet er seit Jahren zusammen. Auch das schlichte Sitzmöbel nahe der Bühlauer Waldgärten wurde in seiner Werkstatt auf der Königsberger Straße erneuert."
04/2011: Planung für die Gönnsdorfer Straße soll geändert werden
Sächsische Zeitung 01.04.2011:
"Bevor ab August die Rochwitzer Ortsdurchfahrt ausgebaut werden soll, sind noch einige Fragen offen. Anwohner der Gönnsdorfer Straße kritisierten bei einer Bürgerversammlung im Loschwitzer Ortsamt, dass sie viel zu spät in die Planungen einbezogen worden seien. „Erst durch mehrfache Nachfrage bei der Stadt und beim Planungsbüro CIC haben wir erfahren, dass es auf der Gönnsdorfer Straße plötzlich auf einer Seite keinen Fußweg mehr geben soll, gegenüber aber einen 2,50 Meter breiten“, sagte Gernot Förster. Weil die Straße dann fast an die Grundstücke heranrücke, befürchten die Bewohner Probleme beim Herausfahren. Zudem sei das gegenüberliegende Straßenbord dann so nah, dass größere Autos nicht mehr, ohne anzuecken, aus den Grundstücken kämen. Bäckermeister Stefan Reck wies darauf hin, dass die ihn beliefernden Lkw künftig nicht mehr zum Lager in den Hof fahren könnten. „Insgesamt muss einiges an der Planung geändert werden“, sagte Förster. Der verantwortliche Planer Ralf Nicklisch von CIC erläuterte den Rochwitzern, dass es bestimmte Vorgaben für die Breite von Fußwegen gebe. „Nur dann ist der ganze Straßenbau auch förderfähig“, so Nicklisch. Eine erste Planung, die beidseitig Fußwege vorsah, habe die Landesdirektion abgelehnt.
„Wir haben die Probleme jetzt aufgenommen und werden innerhalb von zwei Wochen die Planungen ändern. Außerdem fragen wir bei der Landesdirektion an“, sagt CIC-Geschäftsführer Ulrich Hartung. Danach will er sich mit den Anwohnern vor Ort treffen und die Kompromisslösung vorstellen. „Hauptsache der Baubeginn verzögert sich nicht“, so Hartung."
03/2011: Nachbarschaftsstreit um Viergeschosser
Sächsische Zeitung 15.03.2011:
"Im beschaulichen Kamerun, einem Viertel von Rochwitz, bahnt sich ein handfester Streit an. Im Mittelpunkt steht ein Neubauprojekt auf der Weißer-Hirsch-Straße3, über dessen Dimensionen die direkten Nachbarn entsetzt sind. Zwischen den zwei- bis dreigeschossigen Ein- und Mehrfamilienhäusern der Umgebung soll in diesem Jahr ein 13 Meter hoher Viergeschosser mit vier Etagenwohnungen gebaut werden.
Dass die Stadt bereits Ende Januar die Baugenehmigung für das Objekt erteilt hat, ohne die Nachbarn zu informieren, erbost die Rochwitzer besonders. „Wir haben uns gefreut, dass die Ruine neben uns verschwindet. Aber wer geht denn davon aus, dass so ein großes Gebäude entsteht“, sagt Volkmar Piede, der auf der Weißer Hirsch-Straße1 wohnt. „Erst als wir im Internet Vermietungsangebote unseres Nachbargrundstückes fanden, sind wir wach geworden“, erinnert er sich. Sehr schnell haben er und seine Frau sich an das Stadtplanungs- und das Bauaufsichtsamt gewandt. Dort wurde ihnen bestätigt, dass der Viergeschosser bereits genehmigt war. „Uns wurde gesagt, dass die höchstzulässige Bebauung ausgeschöpft wurde. Dies könnten wir jetzt auch tun und unser Haus erhöhen“, erinnert sich Anita Piede kopfschüttelnd.
Nicht allein durch den hohen Neubau, sondern auch durch die geplanten Carports direkt an ihrer Grundstücksgrenze befürchtet sie jetzt erhebliche Einbußen ihrer Lebensqualität durch Lärm- und Abgasbelästigung. „Die Carports liegen dann direkt vor unserer Terrasse. Auch unsere Solaranlage auf dem Dach wird nicht mehr ausreichend Sonne bekommen, weil unser Gebäude tiefer liegt durch die abfallende Straße. Aber das interessiert keinen“, sagt Anita Piede. Thomas Wolf, der andere Nachbar von der Weißer-Hirsch-Straße 5 , sieht das Ortsbild massiv gestört. „Wenn hier so ein Riesenhaus genehmigt wird, stehen bald noch mehr in dieser Größe“, ist er überzeugt.
Bei der Stadt teilt man die Bedenken der Anwohner nicht. „Das geplante Gebäude fügt sich in die Bebauungsstruktur ein“, schreibt Anke Hoffmann vom Presseamt. „In der näheren Umgebung sowie entlang der Pabst- und Valtenbergstraße bis zur Wachbergstraße gibt es unterschiedliche Firsthöhen von bis zu 14 Metern, die Bebauung ist sehr heterogen“, so Hoffmann weiter. Demnach passe der Neubau ins Ortsbild.
Das sehen der Rochwitzer Ortschronist Karl Richter und der langjährige Kameruner Tilmann Deutscher, der viele historische Aufnahmen gesammelt hat, jedoch anders. „Allein schon das Flachdach des Neubaus ist ein krasser Gegensatz zu den Satteldächern der Umgebung, die teilweise von Türmchen gekrönt sind. Hier kommt ein Baustil rein, der dem Viertel nicht guttut“, sagt Deutscher. „Im Hinblick auf weitere Neubauvorhaben schafft diese Größe doch einen Präzedenzfall“, sagt er. Soweit wollen es die Kameruner nicht kommen lassen und haben Widerspruch gegen den Neubau beim Bauaufsichtsamt eingelegt."
03/2011: Rochwitzer fordern bessere Straßenplanung
Sächsische Zeitung 09.03.2011:
"Seit vielen Jahren warten die Rochwitzer auf den Ausbau der löchrigen Ortsdurchfahrt, die aus Bühlauer, Gönnsdorfer und Hutbergstraße sowie Altrochwitz besteht. Im August soll es endlich losgehen. Doch nachdem im Ortsbeirat die Pläne für die Straßengestaltung vorgestellt wurden, rumort es im Ort. Vor allem die Anwohner der Gönnsdorfer Straße fühlen sich mit ihren Bedenken nicht ernst genommen. „Wir sind schlecht informiert worden“, sagt Gernot Förster. Erst durch zahlreiche Anrufe beim Straßen- und Tiefbauamt sowie dem beauftragten Planungsbüro CIC habe er erfahren, dass auf der Gönnsdorfer Straße ein 2,50 Meter breiter Fußweg mit davor liegenden Längsparkflächen von zwei Metern Breite auf der südlichen Seite entstehen soll. Das bedeutet, dass die Straßenfläche wesentlich weiter an die Grundstücke mit ungerader Hausnummer heranrückt, die dann nur noch einen Sicherheitsstreifen vor der Haustür finden. Dafür müssen nicht nur vier Bäume gefällt werden. Die Anwohner befürchten auch, mit ihren Autos nicht mehr problemlos aus den privaten Ausfahrten zu kommen, weil der gegenüberliegende Straßenbord zu nah ist. Bäckermeister Stefan Reck, der alle zwei Monate eine große Mehllieferung per Lkw bekommt, sieht die Anlieferung gefährdet. „Auch in der Weihnachtszeit kommen häufiger große Fahrzeuge, die Stollen oder Gebäck abholen“, sagt er. „Die kommen nicht mehr problemlos in die Einfahrt“, so der Bäcker. „Man hätte den Fußweg und die Parkbuchten schmaler bauen können, wie beispielsweise auf der Loschwitzer Sierksstraße“, sagt Gernot Förster. Dann hätte man alle Interessen berücksichtigt“, sagt Gernot Förster.
Straßenplaner Ralf Nicklisch von CIC will die Sorgen der Anwohner entkräften. „Wir haben die Ein- und Ausfahrtswinkel jeder Einfahrt mit einem Pkw überprüft. Bis auf die Einfahrt eines Anwohners, die wir beim Bau vergrößern, stimmen alle. Die Zufahrt ist also kein Problem. Allerdings haben wir beim Bäcker keine Lkw berücksichtigt, darauf hätte uns Herr Reck hinweisen müssen“, sagt der Planer.
Die Breite des Fußweges und der Parkflächen sei gesetzlich vorgeschrieben. „Es müssen auch zwei Mütter mit Kinderwagen aneinander vorbeikommen“, so Nicklisch. Generell sei es schwer, die Interessen von Autofahrern, Fußgängern, Anwohnern, den Verkehrsbetrieben und den Versorgern unter einen Hut zu bringen.
Derzeit ist noch unklar, an welcher Stelle mit dem Straßenbau begonnen wird, der ein Jahr lang dauern soll. Die Buslinie 84/309 wird bis auf ganz kurze Vollsperrungen die ganze Zeit über fahren. Stadtentwässerung und Drewag erneuern während des Straßenbaus die Strom-, Gas- und Wasserleitungen und schließen Grundstücke ans Abwassernetz an. Die Pappritzer Straße wird ebenfalls komplett ausgebaut und erhölt die nötigen Anschlüsse."
02/2011: Rochwitzer Siedlerverein feiert dieses Jahr sein 75-jähriges Bestehen
Sächsische Zeitung 01.02.2011:
"Der Rochwitzer Siedlerverein feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Das Wohngebiet zwischen Malschendorfer, Krieschendorfer und Zaschendorfer Straße wurde 1936 gegründet. 86 Doppelhaushälften und 14 freistehende Einfamiliehäuser stehen hier. „Wir haben das Wochenende vom 26. bis 28. August ausgewählt, um unser Jubiläum ausgiebig zu feiern“, sagt der Vereinsvorsitzende Reiner Breitfeld.
Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr laufen schon seit einigen Monaten. „Wir haben mit Gewerbetreibenden aus dem Ort gesprochen, die wir gern mit einbeziehen würden. Denn außer unserem Jubiläum jährt sich auch die Eingemeindung von Rochwitz nach Dresden zum 90. Mal“, sagt Breitfeld. Deshalb sei ein größerer Rahmen für das Festwochenende angemessen. Die Richter Dachdecker GmbH stellt beispielsweise den ehemaligen Ballsaal zur Verfügung und organisiert das Catering. „Unsere Organisatoren haben eine regelrechte Ideensammlung zusammengetragen, aus der sich jeder, der teilnehmen möchte, etwas aussuchen kann“, so Breitfeld. Geplant sind darin zum Beispiel Oldtimerfahrten mit einem Trabbi oder auch die Ausstellung „Rochwitz vor 100 Jahren“ mit Gemälden von Rolf Gäbel.
„Wir möchten auch gern mit der Grundschule und dem Hort Kontakt aufnehmen, um ihre Ideen mit ins Konzept aufzunehmen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Ein ganz wichtiger Punkt sei die Siedlerchronik, von der bereits 50 Seiten erarbeitet sind. Das Heft soll in einer Auflage von 100 bis 120 Exemplaren gedruckt und verkauft werden. „In ihr wollen wir natürlich die Geschichte des Ortes Rochwitz mit einbeziehen“, so Breitfeld. Der Rochwitzer Ortschronist Karl Richter und Heimatforscher Matz Griebel sollen daran mitarbeiten und haben schon historische Fotos und Belege ausgegraben.
„Schön wäre es, wenn wir die Neurochwitzer, die in den letzten Jahren im Wohngebiet an der Karpatenstraße ein Haus gebaut haben, für eine Mitarbeit gewinnen könnten“, sagt Breitfeld. Schon zum Walpurgisfeuer, das seit 2002 jeweils am 30. April in Rochwitz stattfindet, könnte man dort Ideen austauschen und für den August weitere vorbereiten."
03/2010: Polizei sucht Rochwitzer Brandstifter
Sächsische Zeitung 16.03.2010:
"Jedes Detail in der verkohlten Baracke auf der Karpatenstraße wurde gestern von Ermittlern der Kriminalpolizei noch einmal genau untersucht. Nachdem das Gebäude auf dem Gelände einer ehemaligen Firma am Sonnabend in Flammen aufging, sucht die Polizei intensiv nach den Tätern. „Es steht zweifelsfrei fest, dass es Brandstiftung war. Zu den Ergebnissen, wie sie verursacht wurde, kann ich aber keine Einzelheiten weitergeben“, sagt Polizeisprecher Marko Laske.
Extremer Wasserbedarf
Über fünf Stunden kämpften 50 Feuerwehrleute am Sonnabend von 17 bis 22.45 Uhr gegen meterhohe Flammen. Die waren weit im Umkreis zu sehen und zogen auch Schaulustige an. Dichte schwarze Rauchschwaden trieben von Rochwitz bis zum Triebenberg. „Unser Problem war, dass wir streckenweise aus fünf, sechs Rohren löschen mussten, der Hydrant auf der Karpatenstraße aber nur Wasser für zwei Strahlrohre hergab“, sagt Feuerwehrsprecher Thomas Mende. Immerhin fließen 200 Liter pro Minute durch ein Rohr. „Für einen Wohnhausbrand wäre die anliegende Wassermenge völlig ausreichend gewesen. Aber in dem Fall hatten wir einen höheren Bedarf“, so Mende. Den hat die Feuerwehr mithilfe von zwei Tanklöschfahrzeugen decken können, die jeweils 5000 Liter fassen. „Sie sind im Pendelverkehr zu einem Hydranten auf der Krügerstraße gefahren und haben dort weitere 30000 Liter Löschwasser geholt“, so Mende.
Auch für die explosionsartigen Geräusche, die viele Anwohner aufgeschreckt haben, hat der Feuerwehrsprecher eine Erklärung. „Das Gebäude war mit Asbestplatten verkleidet, die aufgrund der starken Hitze geborsten sind“, sagt Mende. „Das hat sehr laut geknallt. Ausschließen können wir, dass brennbare Flüssigkeiten explodiert sind. Auch bei Nachkontrollen des Brandortes wurden keine derartigen Behältnisse gefunden“, sagt Mende. Um Gefährdungen auszuschließen, sei ein Umweltschutz-wagen vor Ort gewesen, der den Brandrauch kontrolliert hat. „Die Messungen ergaben, dass keine Gefahr durch den Rauch bestand“, sagt der Feuerwehrsprecher.
Besorgte Anwohner
Selbst in Gönnsdorf und Pappritz sorgten die schwarzen Schwaden für Aufregung. „Man bekam davon einen seltsamen pelzigen Geschmack im Mund“, sagt Fritz Schramm, der den Brand von seinem Gönnsdorfer Haus aus beobachtete. Er war durch das laute Knallen aufmerksam geworden. So wie die meisten Rochwitzer, von denen viele aus Sorge kurz zum Brandort gekommen waren. Weil es dort aber recht eng war, riegelte die Feuerwehr die Straße ab.
„Wir hatten eigentlich auch die Freiwilligen Wehren in Pappritz und Weißig alarmiert“, sagt Mende. „Weil es aber selbst für weitere Feuerwehrleute dort zu eng geworden wäre, haben wir sie nicht zum Einsatzort gerufen“, sagt der Sprecher abschließend."
02/2010: 50 Feuerwehrleute bekämpften Barackenbrand in Rochwitz
Sächsische Zeitung 15.03.2010:
"Unbekannte Brandstifter haben am Sonnabend im Stadtteil Rochwitz ein Haus angezündet, das völlig niederbrannte. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag handelte es sich dabei um einen 250Quadratmeter großen Flachbau, der vom Umweltamt der Stadt genutzt wurde. Mehrere Anwohner hatten den Brand am Nachmittag gegen 17.05 Uhr entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. 50 Männer der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Bühlau rückten an. Zwar konnte der Brand sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten dauerten jedoch insgesamt fast fünf Stunden, weil es Probleme mit der Versorgung mit Löschwasser gab.
Ein übergreifen des Feuers auf Nachbarhäuser konnte verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Schadens ist noch unklar. Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Die Kripo fahndet jetzt nach den Tätern."

06/2009: Speicher Krügerstraße versorgt 4200 Leute
Sächsische Zeitung 04.06.2009:
"Monatlich wird im bunt bemalten Hochbehälterdie Qualität des Trinkwassers überprüft.
Routiniert entnehmen Frank Zaschke und Kai-Uwe Unverzagt Wasserproben aus dem Hochbehälter auf der Krügerstraße. Diese kommen anschließend ins Coschützer Trinkwasser-Labor, wo ihre Qualität regelmäßig überprüft wird. Einmal monatlich kommen die beiden Techniker der Drewag, um die beiden Wasserspeicher zu kontrollieren, messen den Füllstand und überprüfen die Geräte.
Aus Rochwitz wird ein Gebiet mit 4200 Einwohnern versorgt, die täglich rund 600000 Liter Trinkwasser verbrauchen. In Spitzenzeiten sind es sogar eine Million Liter. Das Wasser kommt aus den Werken in Hosterwitz und Coschütz und wird über die Pumpwerke Fischhaus, Bautzner Landstraße und Weißer Adler nach Rochwitz gefördert.
In die beiden Speicher, die bereits 1904 und 1929 gebaut wurden, passen 300 und 870 Kubikmeter. „Wir füllen sie aber nur bis maximal 80 Prozent, weil im Behälter immer Bewegung sein muss, damit das Wasser nicht ewig steht“, sagt Zaschke. Aller zwei Jahre wird komplett entleert und gereinigt.
1995 wurden die Speicher teilweise saniert und erhielten einen neuen Außenanstrich. Weil der jedoch permanent mit Farbe beschmiert wurde, gestaltete vor wenigen Jahren der Künstler Daniel Hickmann die Gebäude. Riesige Meerestiere schwimmen jetzt auf leuchtend grünem Grund. „Seitdem haben wir dort oben Ruhe, niemand hat sich mehr an den Speichern zu schaffen gemacht“, sagt Karl-Heinz Ansorge, der bei der Drewag für die Wasserspeicher und Pumpwerke zuständig ist."
11/2008: Rochwitzer Neubaugebiet ist fast fertig
Sächsische Zeitung 04.11.2008:
"Der sogenannte "Höhenpark" an der Karpatenstraße in Rochwitz füllt sich langsam. Nur noch wenige Grundstücke sind frei. Mehr als zwei Drittel der Flächen mit einer Größe von rund 500 bis 900 Quadratmetern sind fertig bebaut. Nachdem lange gebaut wurde, rückt das Ende nun nach einigen Verzögerungen näher. "Wir sind insgesamt schon zufrieden", sagt Bernd Rätzel von der Baywobau. Allerdings gibt es Verzögerungen. Zwei Gründe nennt er dafür: Regenwasser und die exklusive Lage.
"Bei Hanglage ist Wasser immer ein Problem", sagt er. Verschiedene Auflagen gab es beim Bau. Auf manchen Grundstücken mussten Zisternen eingebaut werden. Um entstehendes Ab- und Regenwasser ableiten zu können, musste die Stadt zudem die entsprechenden Leitungen an der Krieschendorfer Straße erneuern. Aus Sicht des Trägers ist die exklusive Lage nicht nur ein Vorteil. "Bei dieser gehobenen Bauklasse dauert es oft länger, bis alle Grundstücke verkauft sind", sagt Rätzel."
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